Unbekannt
Samstag, 1. August 2009, 22:05
Hallo!
Ich erinnere mich noch genau: ich hatte mir die Archiv-Blue-Doppel-CD mit Musik der Gotik gekauft (Interpreten: The Early Music Consort of London unter David Munrow), um mich an dieses damals für mich absolute Neuland etwas heranzutasten.
Warum auch immer - ich wählte als erstes Stück "Viderunt omnes" von Perotin - und bin fast vom Stuhl gefallen.
Es waren völlig ungewohnte Töne, aber solche, welche mich spontan begeisterten - ich war ganz perplex ob des tiefen Eindrucks, den das Stück auf mich gemacht hat.
Jener Perotin - oder auch "Perotinus magnus" genannt - lebte von Mitte des 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts in Paris und wirkte als Magister an der Kathedrale Notre-Dame (die der Stilrichtung ihren Namen gab: Notre-Dame-Schule).
Die Neuerung, die Perotin in die Musik einführte, war das Hinzufügen weiterer Stimmen (der dritten und vierten) in den Chorgesang bzw. das Organum.
Neben dem "Viderunt omnes" ist auf o.g. Doppel-CD nur noch das "Sederunt principes", ebenfalls ein beeindruckendes Stück, von Perotin enthalten.
Ich wollte aber mehr kennenlernen und habe eine CD des Hilliard-Ensembles erworben, die sich ganz Perotin widmet. Diese ist wohl als Referenz (?) für Perotin-Interpretationen anzusehen:

Das "Viderunt omnes" ist immer noch ein "Gänsehaut-Stück" für mich. Und da ich mich für Leonin, den Vorgänger Perotins in Notre-Dame, nicht erwärmen konnte und zur Ars antiqua noch keinen rechten Zugang fand, steht Perotin derzeit für mich wie ein musikalischer Monolith in der Prä-Machaut-Zeit.
Viele Grüße,
Martin.
Ich erinnere mich noch genau: ich hatte mir die Archiv-Blue-Doppel-CD mit Musik der Gotik gekauft (Interpreten: The Early Music Consort of London unter David Munrow), um mich an dieses damals für mich absolute Neuland etwas heranzutasten.
Warum auch immer - ich wählte als erstes Stück "Viderunt omnes" von Perotin - und bin fast vom Stuhl gefallen.
Es waren völlig ungewohnte Töne, aber solche, welche mich spontan begeisterten - ich war ganz perplex ob des tiefen Eindrucks, den das Stück auf mich gemacht hat.
Jener Perotin - oder auch "Perotinus magnus" genannt - lebte von Mitte des 12. bis Anfang des 13. Jahrhunderts in Paris und wirkte als Magister an der Kathedrale Notre-Dame (die der Stilrichtung ihren Namen gab: Notre-Dame-Schule).
Die Neuerung, die Perotin in die Musik einführte, war das Hinzufügen weiterer Stimmen (der dritten und vierten) in den Chorgesang bzw. das Organum.
Neben dem "Viderunt omnes" ist auf o.g. Doppel-CD nur noch das "Sederunt principes", ebenfalls ein beeindruckendes Stück, von Perotin enthalten.
Ich wollte aber mehr kennenlernen und habe eine CD des Hilliard-Ensembles erworben, die sich ganz Perotin widmet. Diese ist wohl als Referenz (?) für Perotin-Interpretationen anzusehen:

Das "Viderunt omnes" ist immer noch ein "Gänsehaut-Stück" für mich. Und da ich mich für Leonin, den Vorgänger Perotins in Notre-Dame, nicht erwärmen konnte und zur Ars antiqua noch keinen rechten Zugang fand, steht Perotin derzeit für mich wie ein musikalischer Monolith in der Prä-Machaut-Zeit.
Viele Grüße,
Martin.