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Ludwig van Beethoven (1770-1827): Kammermusik auf historischen Instrumenten

Unbekannt Mittwoch, 18. November 2009, 11:41
Salve,

als erste HIP-Einspielung Beethovenscher Kammermusik gilt die da:



Die Einspielung durch Zoltan Racz auf einem 'Violoncello in alter Mensur' von Matteo Gofriller (Venedig 1711) und Rolf Junghanns auf einem Hammerflügel von Michael Rosenberger (Wien c1818, restauriert von Rudolf Dobernecker, Freiburg) stammt aus dem Jahre 1978 und enthält folgende Werke:

Sonate Nr. 3 A-Dur für Violoncello und Klavier op. 69
Sieben Variationen Es-Dur WoO 46 über Mozarts 'Bei Männern, welche Liebe fühlen'
Zwölf Variationen F-Dur op. 60 über Mozarts 'Ein Mädchen oder Weibchen...'

Mir gefällt die Einspielung außerordentlich gut, leider scheint sie momentan vergriffen zu sein; ich fand sie damals preiswert am Wühltisch im Stuttgarter Einklang. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, daß ein Experiment (was es damals wohl war) derart gut gelingen kann. Das benutzte Hammerklavier klingt in höheren Partien teilweise wie eine Harfe. Mich wundert allerdings, warum die herrlichen Es-Dur-Variationen 'nur' WoO geblieben sind und die für meinen Geschmack weit weniger gelungenen Variationen F-Dur eine Opuszahl erhielten?

:wink:


Ulli
Unbekannt Mittwoch, 18. November 2009, 17:07
Um bei den Cellosonaten zu bleiben:

Die Smithsonian Foundation hat noch die Sonaten op. 5 (Nr. 1 und 2) mit James Weaver am Hammerflügelnachbau von Thomas und Barbara Wolf, Washington D.C. 1987 (nach Johann Schantz, Wien c1800) und Kenneth Slowik am originalen Violoncello aus der Werkstatt Carlo Antonio Testores (Mailand, 1708) herausgeben. Die Foundation hatte daneben auch hervorragende Sinfonien-Einspielungen (Nos. 1, 2 und 3) unter Leitung von Jaap Schroeder, sowie die Quartette op. 18 und m. W. auch die Klaviertrios herausgegeben. Doch zunächst die Cellosonaten op. 5, dem König Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744-1797) gewidmet:




Sonate F-Dur für Violoncello u. Hammerklavier op. 5 Nr. 1
Sonate g-moll für Violoncello u. Hammerklavier op. 5 Nr. 2


Die Aufnahme ist bei Amazon.com etwas preiswerter zu haben als bei .de (gebraucht ab 15 $). Leider wurden die ganzen Projekte nie wirklich vollendet, was gerade bei den Sinfonien und Quartetten sehr bedauernswert ist.

Die Aufnahme von 1988 ist farblich sehr gut abgestimmt, kein überflüssiger Hall, bestimmte, aber auch zärtliche, Töne, sehr direkt, so daß das Klangverhältnis Cello/Klavier besonders gut zur Geltung kommt.

:wink:
Unbekannt Mittwoch, 18. November 2009, 18:28
Diese Aufnahme der Smithsonians habe ich damals irgendwie verpasst - sonst habe ich fast alle ... steht auf meiner endlos langen Wunschliste ziemlich oben.

Was ich dafür aber habe, sind alle Klaviertrios mit dem Castle Trio, dem Piano Trio in residence bei der Smithsonian Institution. Diese war die erste (die anderen erschienen bei Virgin Veritas) und ist die seltenste:

Unbekannt Mittwoch, 18. November 2009, 20:54
Diese Aufnahme der Smithsonians habe ich damals irgendwie verpasst - sonst habe ich fast alle ... steht auf meiner endlos langen Wunschliste ziemlich oben.

Was ich dafür aber habe, sind alle Klaviertrios mit dem Castle Trio [...]


Ausgleichende Gerechtigkeit, denn mir fehlt noch die CD mit den Klaviertrios :motz:

Hätte ich damals gewußt, daß es von allen Einspielungen eine hier sogar recht preiswerte Komplettbox



gibt, hätte ich die Trios jetzt auch und dafür die erste Sinfonie nicht doppelt (die ist nämlich einzeln einmal als 1 & 2 und als 1 & 3 zu haben). Andererseits war nach der Jagd meine Vorfreude auf Lieferungen der einzelnen Smithsonian-CDs stets die größte...

Derzeit muß man wohl auch diese Box erwerben, wenn man die Streichquartette op. 18 (Nrn. 1-6 komplett) mit dem Smithsonian String Quartet haben möchte. Diese Einspielung möchte ich dringend empfehlen. Sie ist nämlich ganz anders (m. E. erdiger) als z.B. die nicht nicht minder gute Einspielung durch das Quatuor mosaïques - von denen ist bei jpc auch nur noch die CD mit den Quartetten Nrn. 5 & 6 gelistet, daher hier die Amazon-Links:


Quartette op. 18, Nrn. 1 & 4


Quartette op. 18 Nrn. 2 & 3


Quartette op. 18 Nrn. 5 & 6

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 12:17
Besonders HIP ist die Einspielung der Quartette op. 18 Nr. 4 in c-moll und op. 59 Nr. 3 C-Dur durch das Schuppanzigh-Quartett:



Leider ist die CD bei jpc gestrichen und beim Amazon nicht gerade mit einem zum Kauf anreizenden Preis etikettiert. Dennoch (und gerade deswegen) gehört diese exklusive Einspielung zu meinen geschätztesten: Das Schuppanzigh-Quartett, bestehend aus Anton Steck (Violine), Christoph Mayers (Violine), Jane Oldham (Viola) und Antje Geusen (Violoncello) spielt auf den Streichquartettinstrumenten, welche sich ausstellungshalber im Bonner Beethovengeburtshaus befinden:

http://www.beethoven-haus-bonn.de/sixcms…instrumente.jpg

Die Instrumente stammen angeblich aus Beethovens Privatbesitz und gelangten via einer Schenkung durch den Beethoven-Förderer Moritz Graf von Lichnowsky in das Eigentum des Komponisten. Dieser verfügte darüber in seinem an die beiden Brüder Carl und Johann gerichteten Testament vom 6. Oktober 1802: Die Instrumente von Fürst L. wünsche ich, daß sie doch mögen aufbewahrt werden bey einem von euch, doch entstehe deswegen kein Streit unter euch, sobald sie euch aber zu was nützlicherem dienen können, so verkauft sie nur, wie froh bin ich, wenn ich auch noch unter meinem Grabe euch nützen kann...

Für die vorliegende Einspielung wurden die Instrumente exklusiv hergerichtet und es wird wohl bei dieser einmaligen Gelegenheit bleiben, daß die Instrumente in neuerer Zeit je bespielt wurden und werden, da sie doch über die Jahre hinweg sehr gelitten haben, was allerdings bei der Einspielung in keiner Weise zu hören ist, im Gegenteil. Ein kostbares Geschenk also.

Leider war's das in Sachen Beethovenscher Streichquartette in HIP von meiner Seite vorerst. Interessieren würden mich natürlich die Quartette jenseits von op. 18 in historisch informierter Aufführungspraxis (bisher habe ich lediglich noch einen Livemitschnitt des Quartetts B-Dur op. 130 mit der 'großen Fuge' durch das Quatuor mosaïques).

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 14:15
Besonders HIP ist die Einspielung der Quartette op. 18 Nr. 4 in c-moll und op. 59 Nr. 3 C-Dur durch das Schuppanzigh-Quartett:



Leider ist die CD bei jpc gestrichen und beim Amazon nicht gerade mit einem zum Kauf anreizenden Preis etikettiert.


Das Label Ars Musici, das diese CD veröffentlicht hat, ist seit ein paar Jahren in Schwierigkeiten und scheint seinen Vetrieb eingestellt zu haben. Angeblich ist die CD beim Shop des Beethoven-Haus in Bonn noch zu haben, für € 19,90 ...
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 14:32

Das Label Ars Musici, das diese CD veröffentlicht hat, ist seit ein paar Jahren in Schwierigkeiten und scheint seinen Vetrieb eingestellt zu haben. Angeblich ist die CD beim Shop des Beethoven-Haus in Bonn noch zu haben, für € 19,90 ...


Ja, das mag sein. Ich habe die CD ohnehin nicht in dieser Form und Aufmachung, sondern als Ausgabe 'Klingendes Museum'

http://www.sim.spk-berlin.de/uploads/09-shop/122_gross.jpg

Allerdings wurde der gesamte Bookletinhalt von ARS MUSICI eins zu eins übernommen. Das Coverbild zeigt demnach 'Beethovens Geburtsthaus' :D

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 14:41
Vor allem die frühen Quartette von Beethoven sind schon mehrmals in HIP aufgenommen worden - an die späteren traut man sich offenbar (noch?) nicht so gern heran.

6 Streichquartette op. 18 - Smithson String Quartet (Jaap Schröder, Marylin McDonald, Judson Griffin, Kenneth Slowik)

Bei amazon.de zweimal gelistet, beides erschwinglich: &

Als diese Aufnahme 1989 bei der DHM erschien, wurde sie in der konventionellen Szene fast ignoriert - noch heute halten viele ja HIp bei Beethoven für Augenwischerei. Ich find's nicht und schätze diese Aufnahme sehr, sie kann heute noch bestehen, da sie frisch und transparent dargeboten ist und die Nähe zum späten Haydn (von dem dieses Quartett auch eine Aufnahme gemacht hat) nicht leugnet. Vor allem die Dynamik kommt mit den Darmsaiten unglaublich lebendig heraus, die Tongebung ist farbig, nicht völlig ohne Vibrato, aber es wird sehr gezielt und vernünftig eingesetzt.

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Ebenfalls komplett hat das amerikanische Quatuor Turner das op. 18 aufgenommen: .
Warum die Harmonia mundi USA diese Aufnahme so schnell wieder gestrichen hat, ist mir ein Rätsel, sie bekam gute Kritiken. Hätte man sie so beworben wie Andrew Manze, hätte man sicher auch ein paar Exemplare mehr verkauft. Sie war auch recht teuer bei Erscheinen, wurde zum Preis von zwei Einzel-CDs verkauft, und jetzt ist sie es erst recht.

Die US-Boys & Girls haben auch eine zweite Beethoven-CD gemacht, die noch zu bekommen ist, habe ich aber noch nicht gehört:

Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 14:45
Auch das Eroica Quartet, dessen Mendelssohn und Schumann ich sehr schätze, hat eine CD Beethoven gemacht - auch die fehlt mir leider noch:

Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 14:50

6 Streichquartette op. 18 - Smithson String Quartet (Jaap Schröder, Marylin McDonald, Judson Griffin, Kenneth Slowik)


Jetzt weiß ich, warum ich die Aufnahme bei Amazon nicht einzeln finden konnte - das ist aber auch verwirrend: einmal Smithson und einmal Smithsonian... :!:

Ich habe also bei meinen Tags nunmehr auch in Smithson Quartet geändert. Ich finde die Einspielung aber im Vergleich zu den Mosaïques weitaus schärfer im Klang (agressiver wäre sicher übertrieben, aber es mag zum Verständnis dienen). Jedenfalls spielen die Smithsons extrovertierter, was mir persönlich hier sehr gut gefällt und die Quartette op. 18 auch nicht so harmlos erscheinen lässt, insbesondere das oft übersehene A-Dur-Quartett nicht.

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:01
Großer Beliebtheit bei HIP-Ensembles erfreute sich bisher auch das Quintett für Klavier und Bläser:

Robert Levin mit dem Academy of Ancient Music Chamber Ensemble:



Jos van Immerseel mit Octophoros:



Christopher Kite mit einem ad hoc Ensemble (auch aus dem Umkreis der Academy of Ancient Music) - trotzdem ist dies (auch aufnahmetechnisch) die beste der drei Aufnahmen:

- diese CD bekommt man beim Label Meridian aber wesentlich preiswerter!
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:16
Ryo Terakado sollte mal die Beethoven-Quartette (und nicht nur die!) alleine einspielen: Denn er ist ja auf allen notwendigen Instrumenten ein Multitalent. Bei den Mozart-Quintetten mit dem Quatuor Kuijken spielt er beispielsweise die Bratsche, bei Bachs Cellosuiten war er ebenfalls solistisch aktiv, sein Hauptinstrument aber ist natürlich die Violine:



Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sämtliche Werke für Klavier und Violine auf 4 CDs

Ryo Terakado, Violine (Carlo Ferdinando Landolfi, Milano, 1772)
Boyan Vodenitcharov, Hammerklavier (diverse, s.w.u.)


Die Box enthält alle bekannten und weniger bekannten Werke, darunter auch WoO-Werke in erstklassiger Ausführung. Ein weiterer Qualitätsbonus ist, daß Ex-Tamino Khampan für Teile der DENON-Aufnahmen verantwortlich zeichnet (IMO op. 96).

Sonate F-Dur op. 24 "Frühling"
Sonate D-Dur op. 12. Nr. 1
Sonate Es-Dur op. 12 Nr. 3


Pitch: a' = 430 Hz
Recorded: St. Jacobs Kerk, Hemelveerdegem, Belgium, 03.-06.11.1997
Fortepiano von Christopher Clarke, Cluny, 1986 nach Anton Walter, ~1795

12 Variationen über "Se vuol ballare" WoO 40
Sonate A-Dur op. 12 Nr. 2
Sonate a-moll op. 23
Rondo G-Dur WoO 41
6 Deutsche Tänzee WoO 42


Pitch a' = 430 Hz
Recorded: Lovenjoel Kapel, Leuven, Belgium, 18.-22.01.1999
Fortepiano: Rosenberger, Vienna, ~1802

Sonate A-Dur op. 30 Nr.1
Sonate c-moll op. 30 Nr. 2
Sonate G-Dur op. 30 Nr. 3


Pitch a' = 430 Hz
Recorded: Oud-Katholieke Kerk, Delft, Niederlande, 10.-13.08.2000
Fortepiano: Rosenberger, Wien, ~1802

Sonate A-Dur op. 47 "Kreutzer"
Sonate G-Dur op.96


Pitch a' = 432 Hz
Recorded: Festhalle Viersen, Deutschland, 22.-25.03.2005
Fortepiano: Lagrassa, Vienna, ~1806

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:18
Das Septett op. 20 hatte erstmals das Collegium aureum in HIp gemacht - die waren ohnehin Pioniere bei Beethoven - aber diese Aufnahme ist nie auf CD erschienen.

Auf CD gab es eine Aufnahme mit dem Academy of Ancient Music Chamber Ensemble, gekoppelt mit Webers Klarinettenquintett: .

Die Academy-Musiker, aus deren Kreis ja auch das sehr kompetente Ensemble Hausmusik London hervorging (die wären mein Wunschkandidat für Beethovens Quartette), haben nie enttäuscht: keine exaltierten Übertreibungen mit romatischem Pathos, aber auch keine gelangweilte Routine.
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:25
Ryo Terakado sollte mal die Beethoven-Quartette (und nicht nur die!) alleine einspielen: Denn er ist ja auf allen notwendigen Instrumenten ein Multitalent. Bei den Mozart-Quintetten mit dem Quatuor Kuijken spielt er beispielsweise die Bratsche, bei Bachs Cellosuiten war er ebenfalls solistisch aktiv ...

... aber ob ein violoncello da spalla für Beethoven das richtige wäre? :no:
Und von overdubs halte ich im Klassikbereich gar nichts.

Die Ersten bei den Violinsonaten waren Jaap Schröder und Jos van Immerseel bei dhm gewesen: - nicht ganz so gut wie Terakado, aber für die damalige Zeit sehr mutig und sehr gut.
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:30


Das ist wahrlich eine wunderbare Einspielung. Auch die Gegenüberstellung des Mozartwerkes als 'Vorbild' mit dem dann doch sehr individuellen Werk Beethovens ist trefflich gelungen.

Gründer des Ensemble Octophoros ist übrigens Paul Dombrecht, der IMO auch bei der Anima Eterna-Gründung nicht unbeteiligt war. Dombrechts eigenes Ensemble für Orchestermusik nennt sich Il Fondamento und hat bisher ganz herausragende Leistungen in Sachen Arriaga an den Tag gelegt. Da dürfte auch noch einiges zu erwarten sein.

Nicht wirklich 'Kammermusik', aber vielleicht sollte dennoch Beethovens Wellingtons Sieg oder: Die Schlacht bey Vittoria hier nebenbei erwähnt werden. Sie wurde nämlich in sehr interessanter Weise von Dombrecht und seinem Octophoros (ebenfalls bei ACCENT) aufgelegt:



Einfach faszinierend zu hören... und die paar Instrumente mehr, die es von echter Kammermusik unterscheidet... :pfeif:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:32
--- und um zu den Cellosonaten zurückzukommen: Hier war Anner Blysma der erste, er hat sie inzwischen zweimal aufgenommen, das erste Mal mit Malcolm Bilson für Nonesuch, das zweite mal mit Immerseel für SONY Vivarte:

(von der erste Folge finde ich nichts)

Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 15:35

Die Ersten bei den Violinsonaten waren Jaap Schröder und Jos van Immerseel bei dhm gewesen: - nicht ganz so gut wie Terakado, aber für die damalige Zeit sehr mutig und sehr gut.


Teilweise hat Immerseel die Sonaten ja nochmals eingespielt (mit Midori Seiler):



Ich kenne die Aufnahme allerdings nicht... es soll m. W. eine Gesamteinspielung werden!

:wink:
Unbekannt Donnerstag, 19. November 2009, 16:02
Immerseel mit Seiler habe ich auch ... fällt mir schwer zu vergleichen. Schröder intoniert manchmal einen Tick wacklig, was Seiler nie passiert. Insgesamt ist mit Seiler etwas zu sauber ... da gefällt mir Terakado besser.

Ich habe neulich die Kreutzer-Sonate mit Anton Steck und Marieke Spaans live gehört - das war Klasse!!!
Unbekannt Sonntag, 22. November 2009, 18:26
Hallo!

Bei Beethoven hatte ich mir relativ bald nicht-HIPe Spitzenaufnahmen der Kammermusik angschafft, daher hatte ich dann später nach meiner persönlichen HIP-Entdeckung nie das Bedürfnis, hier HIP-Alternativen anzuschaffen. Allerdings werde ich zumindest bei den Streichquartetten mal umsehen (insbesondere op. 18 mit den Mosaiques). Um die späten Quartette scheinen die HIP-Ensembles ja immer noch einen Bogen zu machen.
Nur bei den Klaviertrios finden sich CDs mit alter Spielweise in meiner Sammlung. Und op. 97 mit Immerseel/Beths/Bylsma sowie op. 1/3 mit Steyer/Sepec/Queyras kann ich sehr empfehlen (wer bei op. 70/1 besser ist, müßte ich nochmal nachhören).



Zudem gibt es von Beethoven eigene oder autorisierte Arrangements der 2. Symphonie für Klaviertrio und des 4. Klavierkonzerts für Klaviersextett, die Robert Levin mit Streichern des Orchestre Revolutionnaire et Romantique aufgenommen hat:



Viele Grüße,
Martin.
Unbekannt Sonntag, 22. November 2009, 18:52
Staier/Queyras/Sepec hat bei mir auch wochenlang rotiert, aber nicht nur wegen des Beethovens, sondern überwiegend wegen des Hummeltrios op. 65 :rolleyes:

Die Bearbeitung des vierten Klavierkonzerts für Streichquintett und Klavier finde ich (bis auf den 2. Satz, der eh nur aus Streicherbegleitung besteht) äußert schlecht gemacht, daß Beethoven das duldete und goutierte, kann ich nicht nachvollziehen... gespielt aber ist es ganz hervorragend in der von Martin gezeigten Aufnahme!

Ganz in Ordnung ist die teilweise mosaique'sche Einspielung des c-moll-Trios op. 1 Nr. 3, des sogenannten Gassenhauer-Trios op. 11 und eines Klaviertriosatzes B-Dur WoO 39 (op. posth. 154), preiswert erschienen bei Musique d'Abord:



Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviertrio c-moll op. 1 Nr. 3
Klaviertriosatz B-Dur WoO 39 (op. posth. 154)
Klaviertrio B-Dur op. 11

Wolfgang Meyer, Clarinette
Patrick Cohen, Pianoforte Clarke d'après Walter
Erich Höbath, Violine
Christophe Coin, Violoncelle


:wink:
Unbekannt Sonntag, 22. November 2009, 19:09
Sehr schön und durch Seltenheitswert geprägt ist diese Einspielung des Zurich String Quintet der Streichquintette:



Es sind sicher keine weltbewegenden Werke, aber dennoch sehr zum Genießen. Besonders interessant fand ich die 'kleine Fuge' D-Dur op. 137 für Streichquintett aus dem Jahre 1826. Wohl ein Vorläufer der 'großen Fuge', längst nicht so intensiv und eher an Mozarts 'kleine Gigue' G-Dur KV 574 erinnernd.

Enthalten sind das Streichquintett C-Dur op. 29, das Streichquintett c-moll op. 104 (gearbeitet nach dem Trio op. 1 Nr. 3), das Streichquintett Es-Dur op. 4 und ein paar nebensächliche Tänze sowie die beiden Duos 'für zwei obligate Augengläser'.

:wink:
Unbekannt Montag, 23. November 2009, 01:56


Ist die HIP? Klingt irgendwie nicht ganz so, zumindest in den Hörschnipseln ...
Unbekannt Montag, 23. November 2009, 10:08
Nein, das vergaß ich, dazuzuschreiben: Sie ist nicht HIP, aber durchaus sehr gut anhörbar, wie ich finde.

Falls Du einen Tip hast, wo die Quintette (und für mich die 'kleine Fuge') in HIP eingespielt sind...

:wink:
Unbekannt Montag, 23. November 2009, 11:05
Leider nein - fast alles, was ich an Beethoven-Kammermusik in HIP habe, steht weiter oben ...

nur noch diese mit Trios habe ich, und dann die Klaviertrios. die kommen noch.

Unbekannt Montag, 23. November 2009, 11:09
... aber eben fiel mir diese ein, die habe ich allerdings damals aus budgettechnischen Gründen nicht gekauft: