Ich fürchte, der MArkt (das Wort sollen wir ja nun in neoliberalen Zeiten wohl mit 2 Großbuchstaben schreiben?) ist einfach so selbstreferentiell und bezieht nur peripher auch Fragen der Qualität mit ein. Da kommt so vieles zusammen... Ich wollte mal was drüber schreiben, was für Umstände
außer der Qualität alles dazu führenkönnen, dass ein Stück unbekannt bleibt.
Wenn man einen, der Konzerte verantaltet (also nicht einen Musiker) fragt, was er aufführen will, dann wird ihm die Qualität des Stückes herzlich egal sein, sondern der erwartete Publikumszuspruch. Was ich meine: ich glaube, viele Leute finden Beethoven besser,
weil er bekannter ist.
Was ich bis heute nie wirklich verstanden habe:
warum mehr Leute ins Konzert gehen, um Werke zu hören,
weil sie sie kennen, als ins Konzert gehen, um Werke zu hören
weil sie sie
nicht kennen. Also, dass es beide Motivationen gibt, leuchtet mir ja noch ein. Aber warum so eindeutig gewichtet?