Unbekannt
Dienstag, 19. Januar 2010, 12:13
Guten Tag
Johann Christian Innocenz Bonaventura Cannabich, 1731 in Mannheim geboren, trat bereits mit 12 Jahren in die berühmte Mannheimer Hofkapelle - zuerst in die Geigenklasse- ein; sein Lehrer war kein geringerer als Johann Stamitz. Früh erreichte er die Position als Konzertmeister.
Zwischen 1750 und 1753 weilte er zu Studien in Italien. Nach dem Tode Johann Stamitz übernahm er 1757 die Kapellmeisterstelle als Direktor der Instrumentalmusik im Hoforchester. Durch seine Heirat mit einer Kammerdienerin der Herzogin von Pfalz-Zweibrücken 1759 bekam er Kontakte nach Frankreich, Cannabich wirkte zeitweise in Paris, etliche seiner Werke wurden in Paris gedruckt. Mit der Verlegung des Kurpfälzer Hofes 1778 nach München zog Cannabich mit den größten der Hofkapelle nach Bayern. Mozart besuchte ihn dort mehrmals und gab auch seiner Tochter Klavierunterricht, er schrieb über ihn: „Ich kann nicht beschreiben welch ein guter Freund Cannabich für mich ist“; über seinen Einsatz in der Orchesterleitung bemerkte er: „…bey der letzten Probe war er waschnass vom Schwitzen…“.
Ab 1790 unternahm er mehrere Konzertreisen um sein Gehalt aufzubessern. 1798 starb er in Frankfurt/M.
C.D. Schubart schrieb über ihn: „ ….von Natur selbst zum Concertmeister gebildet ! Mann kann die Pflicht des Ripienisten nicht vollkommener verstehen als Cannabich. Sein Strich ist ganz original. Er hat ganz neue Bogenlenkung erfunden, und besitzt die Gabe, mit blossen Nicken des Kopfes, und Zucken des Ellenbogens, das grösste Orchester in Ordnung zu halten. Er ist eigentlich der Schöpfer des gleichen Vortrags, welcher im Pflätzischen Orchester herrscht. Er hat alle Zauberreyen erfunden, die jetzt in Europa bewundert !“ . Cannabich als Vertreter der jüngeren Mannheimer Schule übte großen Einfluss auf Mozart und seine Zeitgenossen aus.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
Johann Christian Innocenz Bonaventura Cannabich, 1731 in Mannheim geboren, trat bereits mit 12 Jahren in die berühmte Mannheimer Hofkapelle - zuerst in die Geigenklasse- ein; sein Lehrer war kein geringerer als Johann Stamitz. Früh erreichte er die Position als Konzertmeister.
Zwischen 1750 und 1753 weilte er zu Studien in Italien. Nach dem Tode Johann Stamitz übernahm er 1757 die Kapellmeisterstelle als Direktor der Instrumentalmusik im Hoforchester. Durch seine Heirat mit einer Kammerdienerin der Herzogin von Pfalz-Zweibrücken 1759 bekam er Kontakte nach Frankreich, Cannabich wirkte zeitweise in Paris, etliche seiner Werke wurden in Paris gedruckt. Mit der Verlegung des Kurpfälzer Hofes 1778 nach München zog Cannabich mit den größten der Hofkapelle nach Bayern. Mozart besuchte ihn dort mehrmals und gab auch seiner Tochter Klavierunterricht, er schrieb über ihn: „Ich kann nicht beschreiben welch ein guter Freund Cannabich für mich ist“; über seinen Einsatz in der Orchesterleitung bemerkte er: „…bey der letzten Probe war er waschnass vom Schwitzen…“.
Ab 1790 unternahm er mehrere Konzertreisen um sein Gehalt aufzubessern. 1798 starb er in Frankfurt/M.
C.D. Schubart schrieb über ihn: „ ….von Natur selbst zum Concertmeister gebildet ! Mann kann die Pflicht des Ripienisten nicht vollkommener verstehen als Cannabich. Sein Strich ist ganz original. Er hat ganz neue Bogenlenkung erfunden, und besitzt die Gabe, mit blossen Nicken des Kopfes, und Zucken des Ellenbogens, das grösste Orchester in Ordnung zu halten. Er ist eigentlich der Schöpfer des gleichen Vortrags, welcher im Pflätzischen Orchester herrscht. Er hat alle Zauberreyen erfunden, die jetzt in Europa bewundert !“ . Cannabich als Vertreter der jüngeren Mannheimer Schule übte großen Einfluss auf Mozart und seine Zeitgenossen aus.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
... andererseits war sie zehn Jahre lang erhältlich.