Alte Musik Forum

ALTE MUSIK FORUM

Digitales Archiv & Expertenwissen

Internetpräsenzen von MusikerInnen

Unbekannt Samstag, 1. Oktober 2011, 11:37
Hier können Hinweise auf Internetseiten von MusikerInnen und Musikern gepostet werden - ich hoffe, das fördert den Informationsfluß und die Bekanntheit der Interpreten. Eine kurze Beschreibung von Besonderheiten der Seiten oder Schwerpunkten im Repertoire ist willkommen. An dieser Stelle gibt es dann einen alphabetischen Index. Bereits vorhandene Porträts von Musikern und Ensembles, die Links auf deren Websites enthalten, sind ebenfalls in die Liste aufgenommen.
Die Künstlerfotos stammen von den Websites der Musiker.


Solisten, Dirigenten:

Antonini, Claire - Laute & Theorbe
Berg, Hans Joachim - Violine
Borgstede, Michael - Cembalo
Brosse, Jean-Patrice - Orgel & Cembalo
Demus, Jörg - Fortepiano
Foulon, Philippe - Viola da Gamba
Gardiner, John Eliot - Dirigat
Halubek, Jörg - Cembalo & Orgel
Heindel, Kim - Orgel, Cembalo, Lautenwerck
Heyerick, Florian - Dirigat, Cembalo
Hogwood, Christopher - Cembalo, Clavichord & Dirigat
Imamura, Yasunori Laute & Theorbe
Koch, Tobias - Fortepiano
Koopman, Ton - Cembalo, Orgel & Dirigat
Leonhardt, Gustav Cembalo, Clavichord & Orgel
Letzbor, Gunnar - Violine
Manze, Andrew - Violine & Dirigat
Michiels, Jan - Piano
Pechefsky, Rebecca - Cembalo
van Proosdij, Hanneke - Cembalo & Blockflöte
Ross, Scott - Cembalo
Savall, Jordi - Viola da Gamba & Dirigat
Schmitt, Hélène - Violine
Schoonderwoerd, Arthur - Fortepiano & Dirigat
Sempé, Skip - Cembalo
Spaans, Marieke - Cembalo, Fortepiano
Spányi, Miklós - Cembalo, Clavichord, Tangentenflügel
Spinette, Inge - Piano
Staier, Andreas - Cembalo & Fortepiano
Steck, Anton - Violine
Wilson, Roland - Zink & Dirigat

Ensembles:

Akademie für Alte Musik Berlin
Alte Musik Köln
Capriccio Stravagante
Ensemble Inégal
Ensemble Sans Souci Berlin
Hilliard Ensemble
Huelgas Ensemble
La Chambre Philharmonique
Lachrimae Consort
La Folia Barockorchester
La Petite Bande
La Reverdie
NeoBarock
Sonnerie
Tallis Scholars
Trio 1790
Van Swieten Society
Weser-Renaissance
Unbekannt Samstag, 1. Oktober 2011, 11:40
Claire Antonini, Laute und Theorbe



Ihre beiden CDs mit französischer Lautenmusik des 17. Jahrhunderts aus Manuskripten, die sich bewusst auf weniger bekannte Stücke konzentrieren, sind von der Fachwelt sehr gelobt wurden - ich habe die zweite gerade im Player und kann es nur bestätigen - hier spielt eine der besten Lautenspielerinnen unserer Zeit, die diese schöne, aber doch schon sehr weit von uns entfernte Musik wunderbar kommunizieren kann.
Die erste CD ist nur über die französische Lautengesellschaft zu beziehen - Link auf Clare Antoninis Website unter "Disques solo" - "Acheter".



Unbekannt Samstag, 1. Oktober 2011, 11:49
Hanneke van Proosdij - Cembalo & Blockflöte



Ihre beiden CDs mit französischer Cembalomusik des 17. Jahrhunderts gehören zum schönsten, was mir an Aufnahmen dieses Repertoires begegnet ist. Die in den Niederlanden geborene Musikerin lebt in den USA und muss auch eine ausgezeichnete Blockflötistin sein.
Unbekannt Sonntag, 2. Oktober 2011, 12:13
Rebecca Pechefsky - Cembalo



Die in New York lebende Musikerin produziert alle ihre CDs selbst auf ihrem eigenen Label Quill Classics, zusammen mit ihrem Ehemann, der auch als Tontechniker fungiert. Sie widmet sich z.T. sehr selten zu hörendem Repertoire, z.B. Cembalostücken von Krebs, Brunnemüller und Hurlebusch, und hat die erste Kompletteinspielung der Pièces de Clavecin von Dagincour vorgelegt.

Außer als Solistin tritt sie mit dem Trio Brooklyn Baroque auf, Beispiele aller CDs kann man auf ihrer Website hören, sowie Videos: eine sonst nirgendwo zu hörende Ouvertüre für Cembalo von Krebs und ein Ordre von Couperin. (Man kann auch direkt auf YouTube nach Rebecca Pechefsky oder Brooklyn Baroque oder Quill Classics suchen.)

Verlinkungen zu Bezugsmöglichkeiten für die CDs gibt es natürlich auch - sie so zu beziehen ist deutlich günstiger als anderswo.
Unbekannt Sonntag, 2. Oktober 2011, 13:39
Tobias Koch - Fortepiano



Tobias Koch spielt mittlerweile eigentlich nur noch auf historischen Klavieren - er hat bereits das Gesamtwerk von Robert Schumann für Klavier solo auf historischen Instrumenten aufgeführt, z.T. auch auf CDs dokumentiert - die Chancen, dass es mehr Schumann im Konzert gibt, stehen gut. Auch die CDs mit Mendelssohn und Burgmüller sind sehr empfehlenswert (s. die Threads über die einzelnen Komponisten).

Toll an seiner Website sind die vielen dokumentarischen, aber auch humorvollen Fotos und das sehr lesenwerte Interview.

Ein weiteres Interview kann man hier lesen.
Unbekannt Sonntag, 2. Oktober 2011, 23:47
Yasunori Imamura - Laute und Theorbe



Der in Osaka geborene, seit vielen Jahren in Europa lebende Lautenist gehört meiner Ansicht nach zu den besten seines Fachs; nach einigen CDs für Capriccio hat er bei dem Schweizer Label Claves eine neue Heimat gefunden, wo er z.Zt. eine Serie von CDs mit Werken von Silvius Leopold Weiss einspielt. Sein kompletter Bach bei Etcetera gehört für mich zu den überzeugendsten Aufnahmen dieser Stücke. Aber auch als Continuo-Spieler (z.B. bei der Camerata Köln) oder Liedbegleiter ist er ausgezeichnet und viel gefragt.
Seine Darbietungen sind von großer Konzentration und innerer Ruhe - ich habe ihn einmal unter nicht optimalen Bedingungen in der Alten Oper Frankfurt gehört, das Getöse des Orchesters, das gleichzeitig im großen Saal tobte, drang im Hintergrund durch die Wände, aber er liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.
Die CD mit Stücken von Robert de Visée zählt inzwischen zu den begehrtesten Raritäten in Sachen Lautenmusik.

Unbekannt Samstag, 3. Dezember 2011, 19:58
Marieke Spaans - Cembalo u.a. Tasteninstrumente



Die in den Niederlanden geborene Cembalistin lebt seit vielen Jahren in Deutschland, unterrichtet u.a. in Trossingen und Zürich, und ist die Duopartnerin von Violinist Anton Steck.
Unbekannt Samstag, 3. Dezember 2011, 20:02
Anton Steck - Violine



Eine der unumstritten besten Geiger der aktuellen HIP-Szene. Man lese das Interview auf seiner Website für einige kluge Standpunkte, die ich uneingeschränkt teile.
Unbekannt Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18:41
Jan Michiels - Piano



Michiels spielt historische wie moderne Flügel, ersteres seit den 1990er Jahren, seine umfangreiche Diskografie enthält CDs mit Stücken von Dvorak und Debussy. Man merkt seinem Spiel die langjährige Vertrautheit mit den alten Flügeln an, sein Anschlag wird ihnen weit mehr gerecht als der mancher Kollegen, die nur gelegentlich auf alte Instrumente umsteigen.
Mit Inge Spinette im Duo hat er eine hervorragende Aufnahme von Debussys En blanc et noir gemacht.
Unbekannt Donnerstag, 8. Dezember 2011, 18:47
Inge Spinette - Piano



Die Duopartnerin von Jan Michiels spielt ebenfalls moderne wie historische Klaviere, die modernen mit einer an den alten Flügeln geschulten Sensibilität, die vor allem bei der Liedbegleitung positiv auffällt.
Unbekannt Donnerstag, 8. Dezember 2011, 19:07
Florian Heyerick - Dirigat, Cembalo



Der belgische Musiker ist gleichermaßen Musiker wie Musikwissenschaftler - zur Zeit arbeitet er an seiner Dissertation über Christoph Graupner, er ist ganz wesentlich an der überfälligen Erforschung von dessen Werk beteiligt.
Er leitet seit vielen Jahren den Chor Ex Tempore, mit dem er viele Raritäten wiederaufgeführt hat, inzwischen die wiedererweckte Mannheimer Hofkapelle, und spielt Cembaloduo mit Guy Penson.
Unbekannt Sonntag, 18. Dezember 2011, 18:01


Das 1986 gegründete Ensemble ist im Kern ein Quartett, das projektorientiert erweitert wird. Es gilt als eines der besten für die Musik des Mittelalters, die CDs (die meisten bei Arcana) sind exemplarisch.

Unbekannt Dienstag, 20. Dezember 2011, 21:26


Das 2004 gegründete Orchester ist ein schönes Beispiel, wie fruchtbar die Experimente der HIP ganz allgemein geworden sind - allerdings hat dieses Orchester auch verlässliche finanzielle Unterstützung, und in Emmanuel Krivine einen sehr renimmierten Dirigenten, der das Orchester demokratisch leitet und die neusten Forschungsergebnisse einbezieht. Auf der Website gibt es Links zu den Seiten der Plattenfirma Naive, wo man ganze Sätze aus den bisher eingespielten Sinfonien von Beethoven, Mendelssohn und Dvorak hören kann. Sehr hörenswert!

Unbekannt Mittwoch, 21. Dezember 2011, 01:03


Der Pianist Bart Van Oort spielt im Zentrum der Van Swieten Society, die sich dem Kammermusik-Repertoire des 19. Jahrhunderts widmet - eine neue CD mit Schubert muss jeden Tag erscheinen.

Unbekannt Sonntag, 1. Januar 2012, 11:06


Der Cembalist ud Organist Jörg Halubek pflegt als Solist wie mit seinem Ensemble il Gusto Barocco ein interessantes Repertoire - u.a. wurden Teile der vermuteten Bestände von Johann Sebastian Bachs Notenbiliothek in einer Konzertreihe vorgestellt. Zu seinen CDs gehören Aufnahmen mit Stücken von Bernardo Storace, Johann Sebastian Bach und eine Passacaglia-Anthologie.

Ab Februar 2012 leitet Halubek die Aufführungen von Alessandro Scarlattis Griselda am Staatstheater Kassel.
Unbekannt Mittwoch, 4. Januar 2012, 10:46


Die Website http://www.stravagante.com/ ist die gemeinsame des Cembalisten Skip Sempé, seines in verschiedenen Besetzungen operierenden Ensembles Capriccio Stravagante, und seines 2006 vorgestellten eigenen Labels Paradizo.
Neben den üblichen bio- und discographischen Informationen sind vor allem Sempés Essays zu seinen Projekten interessante Lektüre.
Unbekannt Mittwoch, 11. Januar 2012, 23:25


Michael Borgstede verfolgt eine interessante Doppelkarriere als Cembalist und Journalist. Seine Aufanhmen als Solist (Couperin, Händel, etc.) und als Mitglied von Jed Wentz' Musica ad Rhenum gehören zu den Interessantesten der letzten Jahre im jeweiligen Rpertoire.
Unbekannt Sonntag, 15. Januar 2012, 11:06


Lachrimae Consort - das Ensemble des Gambisten und Cellisten Philippe Foulon.



Die Beispiele von einzelnen Stücken der letzten CDs sind sehr hörenswert - mit die besten Aufnahmen französischer Gambenmusik der letzten Jahre.
Unbekannt Montag, 16. Januar 2012, 20:55


Miklós Spányi - Cembalo, Clavichord, Tangentenflügel

Seine Kompletteinspielung aller Werke tasto solo sowie aller Konzerte mit Tasteninstrument von Carl Philipp Emanuel Bach bei BIS ist ein beispielloses Unternehmen. Aber auch seine Reihe von Kammermusik des 18. Jahrhunderts mit Tangentenflügel bei Hungaroton ist bemerkenswert.
Unbekannt Montag, 16. Januar 2012, 21:13


Hans Joachim Berg - Violine
Unbekannt Montag, 16. Januar 2012, 21:17


NeoBarock

Fragt man mich, welches der vielen Ensembles mit ehemaligen Mitgliedern der Musica antiqua Köln am ehesten deren Geist trifft, dann sage ich: NeoBarock. Ihre letzte CD mit fast der kompletten erhaltenen Kammermusik von Stölzel ist eine kleine Sensation!

Unbekannt Mittwoch, 1. Februar 2012, 21:36


Sonnerie besteht derzeit aus Monica Huggett (Violine), Emilia Benjamin (Viola da gamba) und James Johnstone (Cembalo und Orgel). Frühere Mitglieder waren u.a. Mitzi Meyerson, Sarah Cunningham und Gary Cooper. Das Trio, das für spezielle Projekte auch erweitert wird, gehört zu den besten und konsistentesten Ensembles für barocke Musik in den letzten drei Jahrzehnten, man kann jede Einspielung ohne Risiko kaufen.
Unbekannt Dienstag, 7. Februar 2012, 05:57


Das Ensemble Sans Souci Berlin wurde 1985 in West-Berlin von dem Traversflötisten Christoph Huntgeburth, der Geigerin Irmgard Huntgeburth und dem Gambisten Niklas Trüstedt gegründet. Das Repertoire hat seinen Schwerpunkt in der Berlin des Berliner Hofs und Musikern aus seinem Umkreis. Auch Friedrich der Grosse wurde mit zwei CDs berücksichtigt; die Auswahl der Kammermusik Wilhelm Friedemann Bachs zählt für mich zu den interpretatorisch besten aus dem Jubiläumsjahr. Eine schöne Aufnahme der für den englischen Markt geschriebenen Divertimenti mit Flöte von Joseph Haydn gibt es auch.
Unbekannt Montag, 13. Februar 2012, 20:35



Kim Heindel - Orgel, Cembalo, Lautenwerck

Vielleicht der konsequenteste Lautenwerck-Spieler der Szene, auf jeden Fall einer der engagiertesten Pioniere auf diesem Instrument, der sie anfangs sogar selbst gebaut hat.
Unbekannt Montag, 20. Februar 2012, 22:52


Das Trio 1790 um den Fortepianisten Harald Hoeren hat seit seiner Gründung das Repertoire für Klaviertrio zwischen 1760 und 1820 ausgelotet, neben einer hervorragenden Gesamtaufnahme der Trios von Joseph Haydn gibt es solche von Just, Kozeluh, Dussek, Pleyel, C.P.E. und J.Chr. Bach - alles sehr empfehlenswerte Aufnahmen.