Unbekannt
Donnerstag, 5. August 2010, 11:36
Guten Tag
Der Tastenspieler, Improvisator und Komponist Girolamo Frescobaldi wurde im September 1583 als Sohn eines Organisten in Ferrara geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er bei Luzzasco Luzzaschi, in einer Ausgabe seiner Capricci betitelte er ihn als einen Organisten von außergewöhnlichem Rang. Sein Orgelspiel wurde früh bewundert, mit 14 Jahren erhielt er in Ferrara seine erste Anstellung als Organist. 1604 finden wir ihn als Sänger und Organisten der Concregazione ed Accademia di Santa Cecilia in Rom, 1608 gewann als 25 Jähriger nach einem Ausscheidungsspiel um das Amt des Organisten an der Capella Santa Giulia der Basilika San Pietro diese begehrte Stellung. Dieses Amt am Petersdom begleitete er mit Ausnahme eines Aufenthaltes am Hof der Medici von 1628 bis 1633 in Florenz, bis zu seinem Tode im März 1643 in Rom. Er unterrichtete mehrere Schüler –darunter Johann Jakob Froberger- , sein glänzendes Orgelspiel soll gleichzeitig Tausende von Hörern in ihren Bann gezogen haben. Er verkehrte in höchsten Kirchen- und Adelskreises und war international verehrt.
Der Florentiner Musiker Severino Bonini schrieb um 1640 über ihn:
„Der berühmte Girolamo Frescobaldi hat besonders im Cembalo- und Orgelspiel vor Jahren schon eine neue Manier entdeckt, welche –wie jeder weis- mittlerweile von der ganzen Welt als einzig musikalische angesehen wird; wer heute nicht nach seinem Stil spielt hat jede Achtung verloren.“
Sein Schüler Don Luigi Battiferri charakterisierte ihn so:
„Der gefeierte Herr Frescobaldi, ein Monster unter den Organisten, Erfinder zahlreicher Spieltechniken.“
Und noch gut 40 Jahre nach seinem Tode äußerte sich der Musikgelehrte Antonio Libanori über den ehemaligen Organisten von St. Peter:
„Kunstfertig und mit einer unglaublichen Beweglichkeit der Handberührte Frescobaldi die Tasten, daß er alle, die ihn hörten, in Bewunderung und Erstaunen versetzte. Selbst die altenund berühmtesten Organisten waren erstaunt, und wenige von ihnen erfaßte der Neid. Die geistvollen Toccaten spielte er sogar mit verkehrter Hand, d. h. mit der Handfläche nach oben – so beweglich, geschickt und flink waren seine Finger. Vor allemaber studierte man seine gedruckten Werke an, und jeder Kundige wird sagen, daß Girolamo Frescobaldi aus Ferrara seinesgleichen nicht finden wird und von keinem noch so berühmte Musiker übertroffen wird.“
Frescobaldi schrieb außer Opern jede Art von Musik wie Arien, Messen, Madrigale sowie Canzoni für Instrumentalensemble; seine Hauptwerke schuf er vornehmlich aber für Tasteninstrumente , mit Ausnahme einer posthumen Canzonettensammlung wurden die meisten seiner Werke zu seinen Lebzeiten ab 1608 veröffentlicht.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
Der Tastenspieler, Improvisator und Komponist Girolamo Frescobaldi wurde im September 1583 als Sohn eines Organisten in Ferrara geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er bei Luzzasco Luzzaschi, in einer Ausgabe seiner Capricci betitelte er ihn als einen Organisten von außergewöhnlichem Rang. Sein Orgelspiel wurde früh bewundert, mit 14 Jahren erhielt er in Ferrara seine erste Anstellung als Organist. 1604 finden wir ihn als Sänger und Organisten der Concregazione ed Accademia di Santa Cecilia in Rom, 1608 gewann als 25 Jähriger nach einem Ausscheidungsspiel um das Amt des Organisten an der Capella Santa Giulia der Basilika San Pietro diese begehrte Stellung. Dieses Amt am Petersdom begleitete er mit Ausnahme eines Aufenthaltes am Hof der Medici von 1628 bis 1633 in Florenz, bis zu seinem Tode im März 1643 in Rom. Er unterrichtete mehrere Schüler –darunter Johann Jakob Froberger- , sein glänzendes Orgelspiel soll gleichzeitig Tausende von Hörern in ihren Bann gezogen haben. Er verkehrte in höchsten Kirchen- und Adelskreises und war international verehrt.
Der Florentiner Musiker Severino Bonini schrieb um 1640 über ihn:
„Der berühmte Girolamo Frescobaldi hat besonders im Cembalo- und Orgelspiel vor Jahren schon eine neue Manier entdeckt, welche –wie jeder weis- mittlerweile von der ganzen Welt als einzig musikalische angesehen wird; wer heute nicht nach seinem Stil spielt hat jede Achtung verloren.“
Sein Schüler Don Luigi Battiferri charakterisierte ihn so:
„Der gefeierte Herr Frescobaldi, ein Monster unter den Organisten, Erfinder zahlreicher Spieltechniken.“
Und noch gut 40 Jahre nach seinem Tode äußerte sich der Musikgelehrte Antonio Libanori über den ehemaligen Organisten von St. Peter:
„Kunstfertig und mit einer unglaublichen Beweglichkeit der Handberührte Frescobaldi die Tasten, daß er alle, die ihn hörten, in Bewunderung und Erstaunen versetzte. Selbst die altenund berühmtesten Organisten waren erstaunt, und wenige von ihnen erfaßte der Neid. Die geistvollen Toccaten spielte er sogar mit verkehrter Hand, d. h. mit der Handfläche nach oben – so beweglich, geschickt und flink waren seine Finger. Vor allemaber studierte man seine gedruckten Werke an, und jeder Kundige wird sagen, daß Girolamo Frescobaldi aus Ferrara seinesgleichen nicht finden wird und von keinem noch so berühmte Musiker übertroffen wird.“
Frescobaldi schrieb außer Opern jede Art von Musik wie Arien, Messen, Madrigale sowie Canzoni für Instrumentalensemble; seine Hauptwerke schuf er vornehmlich aber für Tasteninstrumente , mit Ausnahme einer posthumen Canzonettensammlung wurden die meisten seiner Werke zu seinen Lebzeiten ab 1608 veröffentlicht.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
