Unbekannt
Freitag, 30. April 2010, 15:05
Guten Tag
Giovanni Felice Sances, um 1600 vermutlich in Rom geboren; war von 1609 bis 1614 Schüler am bekannten Collegium Germanicum in seiner Geburtsstadt. Ab 1614 als Sänger bei Opernaufführungen in Rom, später in Bologna und Venedig bekannt. Als Tenor ab 1636 in der Wiener Hofkapelle und von 1649 ab dort als Vizekapellmeister tätig, übernahm 1669 deren Führung. Sances komponierte neben verschieden geistlichen Werken -darunter mehr als 50 Messen, zwei Sammlungen mit Pslamvertonungen (Venedig 1643 und 1648) drei Totenmessen und drei Te Deums-, auch umfangreiche weltliche Kompositionen wie Instrumentalsonaten, drei Sammlungen Motetten (Venedig, 1638,1638,1642), mehrere Sammlungen mit weltlichen Kantaten und acht Bühnenwerke, letztere teils in Zusammenarbeit mit Johann Heinrich Schmelzer und Antonio Draghi. Allerdings konnte Sances aufgrund seines hohen Alters nicht mehr allen seinen Obliegenheiten als Hofkapellmeister nachkommen, so dass sein Nachfolger J.H. Schmelzer ihm zur Hand gehen musste. Wegen den schwierigen finanziellen Verhältnissen am Wiener Hof bat Sances seinen Dienstherren Kaiser Leopold I -dessen Hofkapelle zeitweise nicht weniger als 50 Instrumentalisten und 40 Sänger (!) umfasste- um eine Gehaltsaufbesserung: " Wolhte Ihme, wegen sein, wie auch seines weibs, und Khündter, Erlichen villfeltigen Khrankheiten, und allerhandt Zueständt, Zuegestandten miesfall, auch auf der vergangenen Prager und Regenpurger Rays, aufgewendte grossen uncosten" um 300 Gulden, damit "seiner gegenwerdigen noth in Etwas abhelffen möge". Sances war zu seinen Lebzeiten einer der bekanntesten Komponisten Europas, er starb 1679.
Seinen Nachfolger Schmelzer raffte die Pest, wie Tausende anderer Menschen, nach nur einem halben Jahr Amtszeit schon 1680 dahin.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
Giovanni Felice Sances, um 1600 vermutlich in Rom geboren; war von 1609 bis 1614 Schüler am bekannten Collegium Germanicum in seiner Geburtsstadt. Ab 1614 als Sänger bei Opernaufführungen in Rom, später in Bologna und Venedig bekannt. Als Tenor ab 1636 in der Wiener Hofkapelle und von 1649 ab dort als Vizekapellmeister tätig, übernahm 1669 deren Führung. Sances komponierte neben verschieden geistlichen Werken -darunter mehr als 50 Messen, zwei Sammlungen mit Pslamvertonungen (Venedig 1643 und 1648) drei Totenmessen und drei Te Deums-, auch umfangreiche weltliche Kompositionen wie Instrumentalsonaten, drei Sammlungen Motetten (Venedig, 1638,1638,1642), mehrere Sammlungen mit weltlichen Kantaten und acht Bühnenwerke, letztere teils in Zusammenarbeit mit Johann Heinrich Schmelzer und Antonio Draghi. Allerdings konnte Sances aufgrund seines hohen Alters nicht mehr allen seinen Obliegenheiten als Hofkapellmeister nachkommen, so dass sein Nachfolger J.H. Schmelzer ihm zur Hand gehen musste. Wegen den schwierigen finanziellen Verhältnissen am Wiener Hof bat Sances seinen Dienstherren Kaiser Leopold I -dessen Hofkapelle zeitweise nicht weniger als 50 Instrumentalisten und 40 Sänger (!) umfasste- um eine Gehaltsaufbesserung: " Wolhte Ihme, wegen sein, wie auch seines weibs, und Khündter, Erlichen villfeltigen Khrankheiten, und allerhandt Zueständt, Zuegestandten miesfall, auch auf der vergangenen Prager und Regenpurger Rays, aufgewendte grossen uncosten" um 300 Gulden, damit "seiner gegenwerdigen noth in Etwas abhelffen möge". Sances war zu seinen Lebzeiten einer der bekanntesten Komponisten Europas, er starb 1679.
Seinen Nachfolger Schmelzer raffte die Pest, wie Tausende anderer Menschen, nach nur einem halben Jahr Amtszeit schon 1680 dahin.
Gruß
aus der Kurpfalz
Bernhard
