Irgendwo hab ich sogar gelesen, dass selbst "Klassik" ein problematischer Begriff sei: sie wäre nämlich kein "Epochenbegriff", sondern nur "Stilbegriff". Also:
während Haydn, Mozart, Beethoven klassisch komponiert haben, haben mehrere Zeitgenossen (noch)
in galantem [EDIT: Genauigkeit muss sein: s. weiter, Eintrag des Ducs

], in Rokoko- bzw. in empfindsamen Stil geschaffen (das gälte übringens auch für die Literatur) - sogar der Barock war nicht so abrupt zu Ende gegangen, es reicht wenn man auf die vielen sog. Klosterkomponisten denkt, die in der Kirchenmusik noch den barocken Stil weitergeführt haben (der seine Wirkung sogar noch an Bruckner in St. Florian hinterließ, s. seine Missa solemnis und sein Requiem).
Also zu zimperlich müssen wir ja nicht sein: ob Vor- oder Frühklassik, Galanterie oder Rokoko oder Empfindsamkeit oder Sturm und Drang oder... na das waren schon alle

, oder gar "Stilvielfalt" - was zählt is doch das wir wissen, worum es geht.... Und die geschichtlichen Problematiken können in Threads wie dieser ja jederzeit besprochen werden...
LG
Tamás