Unbekannt
Montag, 7. Dezember 2009, 19:40
Als zum ersten Mal Mozarts Freimauermusik im Konzert hörte, wurde mir klar, daß das moderne Sinfonieorchester aus der Kombinatuion des 5-stimmigen Streichersatzes mit der Harmoniemusik enstanden ist - und wenn man z.B. Beethovens Klavierkonzerte mit Schhonderwoerd hört - das ist genau das: Streichquartett plus Harmonie incl. Kontrabass und Soloklavier.
Was ich übrigens nicht verstehe, wieso es keine Musikgeschichte gibt, die gerade die Linearitat und Tradition betonen würde, statt immer gleich nach den Schubladen greifen: also zeigen, was von der Barockmusik, noch bei Mozart und Haydn weiterlebt, usw. Relativ selten wird z.B. betont, dass das klassische Streichquartett von der barocken "Tafelmusik" (Divertimento, Partita, Partie) kommt, wie Bibers Mensa sonora.
Mich würde jetzt auch interessieren, wer diese Kombination von Harmoniemusik und Streicherquintett vornahm? (Und wann entstand übrigens die Aufstellung: Violine 1, Violine 2, Viola, Cello, Kontrabass? Die barocke Fünfstimmigkeit war ja: Violine 1, Violine 2, Viola 1, Viola 2, Bc (Violone, später Cello). Die Symphonien von Wagenseil und Monn sind ja noch nur mit Streichern besetzt, oder?

Anmerkung der Administration: Das obige Zitat ist folgendem thread entnommen, aus dem einige Beiträge als neuer thread ausgegliedert wurden: Harmoniemusiken auf historischen Instrumenten
). Dazu kommt das Paradigma der Vollkommenheit bestimmter Formen der Wiener Klassik (die Beethoven eigentlich selbst ständig in Frage gestellt hat) usw.


Ist sehr lieb von dir Meister Hilderbrandt!