Das Ende der Förderung des Orchesters ist umso tragischer, als es erst 2005 unter Hervé Niquets Leitung seine erste und einzige CD eingespielt hatte, mit den beiden Symphonien von
Charles Gounod:
Diese Aufnahme ist dermaßen gut gelungen, dass man sich gewünscht hätte, mehr der von der HIP-Szene vernachlässigten französischen Orchestermusik des 19. Jahrhunderts von diesem Ensemble zu hören. Sie spielen frisch und sensibel, mit schlanker, trotzdem charmanter und warmer Tongebung, so daß man eigentlich gar nicht fragt, ob hier auf modernen oder historischen Instrumenten gespielt wird. Das Interpretationskonzept wird diesen am ehesten als klassizistisch zu nennenden Werken ideal gerecht. Sogar im sonst solchen Ansätzen eher skeptisch gegenüber stehenden FonoForum wurde die CD sehr gelobt. Dabei kommt das alles sehr unverkrampft und weit weniger plakativ herüber als beispielsweise Norrington in Stuttgart - so geht es also auch ...