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Sich ein genaues Bild von Lonatis Schaffen zu machen, wird durch den offensichtlichen Verlust zahlreicher Kompositionen erschwert.
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Registrierungsdatum: 13. Juni 2010
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Tschabrendeki
unregistriert
Da fühl ich mich angesprochen...Ich nehme an, auf die Verwandschaft zu Biber schliesst man aus stilistischen Merkmalen und der unter Italienern eher seltenen Verwendung der Scordatura - dass Lonati Noten von Bibers Sonaten kannte, lässt sich doch wohl kaum belegen? Oder gibt es allgemeine Hinweise auf dessen Einfluss südlich der Alpen?
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Registrierungsdatum: 13. Juni 2010
Das klingt einleuchtend - so könnte man es auch sehen. Wenn man bedenkt, was da alles aufeinander prallte in dieser Zeit, könnte es durchaus passiert sein, dass Lonati österreichische Violinmusik kannte.Wenn man weiter bedenkt, dass Lonati seine Violinsonaten dem Kaiser Leopold I. gewidmet hat, wäre natürlich auch zu bedenken, dass er bewusst in einem mehr österreichischem Stil komponiert hat - und wer könnte da besser als Beispiele für ihn dienen als Schmelzer oder Biber?
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Registrierungsdatum: 13. Juni 2010
Tschabrendeki
unregistriert
In dem Habsburgerreich waren ja mehrere italienische Geiger aktiv, so Pandolfi-Mealli, Viviani oder Albertini. Sowohl Pandolfi als auch Viviani gingen später zurück nach Italien, letztere war sogar zeitweise Dirigent von Oratorien in Rom, wo auch Corelli mitgespielt hat, der wiederum Kollege von Lonati in Rom war!
Tschabrendeki
unregistriert
Lonati dürfte also Biber nicht durch persönlichem Kontakt mit Viviani kennen. Jedoch ist die Verbreitung der Solosonaten des Böhmen nach Italien vielleicht nicht unmöglich.
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Registrierungsdatum: 13. Juni 2010
1681 war Lonati aber schon weg aus Rom - er verließ die Stadt 1677, im den Jahr, in welchem Corelli dem Orchester von Christina von Schweden beitrat, wo Lonati ja offensichtlich Konzertmeister war! Hier kreuzten sich die Wege zweier brillianter Geiger, die aber offensichtlich zu unterschiedlich waren, um am selben Platz "überleben" zu können. Ich vermute, dass Lonati bereits mit seinem Kumpel Stradella genug Schwierigkeiten hatte, um in Rom weiter leben zu können, die Schließung des Theaters mochte ihr übriges getan haben, und dann tauchte noch der brilliante junge (und wahrscheinlich zu allem Überfluss auch noch attraktive??) Fusignianer auf, der ihm die Alleinherrschaft streitig machte.Noch 1681 kehrt der "Erzengel" nach Rom zurück - und steht mit Lonati in Verbindung!![]()