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Fugato

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1

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 15:14

Johann Christian Bach (1735-1782) - der "Londoner" Bach - Instrumentalmusik


Portrait von Thomas Gainsborough, 1776


Johann Christian Bach wurde am 5. September 1735 in Leipzig geboren. Er war der jüngste Sohn Johann Sebastian Bachs und das elfte von dreizehn Kindern aus dessen Ehe mit seiner zweiten Frau Anna Magdalena, geborene Wülcken (1701-1760). Taufpaten Johann Christians waren Johann August Ernesti (1707-1781), Rektor der Thomasschule, und Johann Florenz Rivinus (1681-1755), Professor für Rechtswissenschaft an der Leipziger Universität.

Seinen ersten Musikunterricht erhielt Johann Christian vermutlich nicht von seinem Vater, sondern von dessen Schüler (und späterem Schwiegersohn) Johann Christoph Altnikol (1720-1759), wobei der Vater den Unterricht überwacht haben wird.

Als Johann Sebastian Bach am 28. Juli 1750 starb, war Johann Christian erst 14 Jahre alt. Aus dem Nachlass erhielt er neben drei Cembali und Bargeld auch einen Teil des väterlichen Notenarchivs. Sein zweitältester Bruder Carl Philipp Emanuel (1714-1788), Kammercembalist Friedrichs des Großen, nahm ihn mit nach Berlin und bildete ihn dort zu einem hervorragenden Cembalisten aus. Sehr wahrscheinlich wird Johann Christian Aufführungen der Königlichen Oper miterlebt haben, deren Kapellmeister Carl Heinrich Graun (1704-1759) war. Als erste Kompositionen Johann Christian Bachs entstanden in dieser Zeit sechs dreisätzige Cembalokonzerte ("Berliner Konzerte") sowie die Chorode "L'Olimpe" zum Geburtstag des Königs.

Vermutlich 1756 (Carl Philipp Emanuel nannte später 1754) ging Johann Christian Bach nach Italien. Als Grund für diese Reise wird neben dem Wunsch nach Erweiterung seiner Fähigkeiten als Komponist angenommen, dass er wegen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) als sächsischer Untertan Repressalien in Preußen befürchtete. Die Reise finanzierte er durch den Verkauf des väterlichen Erbes, wobei sein Anteil am väterlichen Notenarchiv von Carl Philipp Emanuel aufgekauft wurde.

1757 trat Johann Christian Bach in Mailand in die Dienste des Grafen Agostino Litta (der Kontakt war vermutlich über die Berliner Hofkapelle zustandegekommen), der ihm ein Stipedium für ein Kontrapunktstudium bei Padre Giovanni Battista Martini (1706-1784) in Bologna gewährte. Während der Studienzeit entstanden fast alle geistlichen Kompositionen Johann Christian Bachs (u. a. ein Magnificat 1757, ein Requiem 1757/58, ein weiteres Magnificat 1758 sowie ein Tedeum 1759). Graf Litta war von den Fortschritten seines Schützlings sehr angetan, er schrieb an Padre Martini: "Des Schülers Ruhm strahlt auf den Lehrer, denn Sie haben einen Meister aus ihm gemacht." Johann Christian Bach hielt Zeit seines Lebens Kontakt zu Padre Martini und schenkte ihm noch 1778 ein Portrait, das Thomas Gainsborough (1727-1788) gemalt hatte.

1760 wurde Johann Christian Bach Domorganist in Mailand. Um dieses Amt erhalten zu können, konvertierte er zum Katholizismus (weswegen er manchmal auch "der katholische Bach" genannt wird). In der Familie Bach, die seit Generationen protestantisch war, wird dies wenig Begeisterung hervorgerufen haben; insbesondere Carl Philipp Emanuel soll ihm diesen Schritt sehr übelgenommen haben. Neben dem Organistenamt, das ihm - wie er an Padre Martini schrieb - wenig Arbeit bereitete, knüpfte Johann Christian Bach Kontakte zum Mailänder Opernhaus und begann, Opern zu komponieren. Seine erste Oper, "Artaserse", wurde 1761 in Turin aufgeführt; es folgten noch im gleichen Jahr "Cantone in Utica" und 1762 "Alessando nell' Indie" in Neapel.

Durch die Opernerfolge knüpfte Johann Christian einige Kontakte ins Ausland und erfuhr so, dass die aus Mecklenburg stammende englische Königin Sophie Charlotte, für die er 1761 die Ode "Thanks be to God" komponiert hatte, einen deutschen Musiklehrer suchte. Johann Christian liess sich daraufhin von seinem Amt in Mailand beurlauben, reiste nach England und erreichte im Sommer 1762 London. In England nannte er sich "John Bach" oder "Jean Bach" und wurde oft als "Saxon Master of Music" angekündigt; nach zeitgenössischen Berichten behielt sein Englisch immer einen sächsischen Akzent.

Noch 1762 erschienen die ersten Werke im Druck: die sechs Klavierkonzerte op. 1, deren letztes Konzert als Finalsatz Variationen über die englische Nationalhymne enthält.

In London komponierte Johann Christian weitere Opern, hatte jedoch damit nur wechselnde Erfolge. 1763 wurden "Orione" und "Zanaida" am King's Theatre aufgeführt. Ein Misserfolg war "Adriano in Siria" (1765), während "Carattaco" (1767) besser aufgenommen wurde. 1770 wurde sein Oratorium "Gioas Re di Giuda" am King's Theatre aufgeführt, das sich jedoch neben den Oratorien von
Händel nicht durchsetzen konnte. 1772 führte Johann Christian auf Einladung des Kurfürsten seine Oper "Temistocle" am Hoftheater in Mannheim auf.

Wesentlich erfolgreicher waren die Konzertreihen, die Johann Christian ab 1764 gemeinsam mit Carl Friedrich Abel veranstaltete. Die "Bach-Abel-Concerts" waren die ersten Abonnementkonzerte in London und gehörten dort 17 Jahre lang (bis 1781) zu den beliebtesten Musikveranstaltungen. Beide Komponisten stellten hier ihre neuesten Sinfonien und Solokonzerte vor. Während Abel auch regelmäßig als Solist mitwirkte, tat dies Johann Christian nur selten, weil sein Spiel wegen einer Fingerlähmung beeinträchtigt war. Dennoch galt er in London als der unumstrittene Meister des Klavierspiels, bis 1772 Johann Samuel Schroeter (1753-1788) in London eintraf, der von Johann Christian Bach gefördert und nach dessen Tod Musiklehrer der Königin wurde.

Im April 1764 kamen Lepold und Wolfgang Amadeus Mozart nach London. Johann Christian Bach musizierte gemeinsam mit dem achtjährigen Wolfgang Amadeus, und Leopold empfahl seinem Sohn die Kompositionen Bachs zur Nachahmung.

1774 heiratete Johann Christian Bach die aus Mailand stammende Opernsängerin Cecilia Grassi, die als Zwanzigjährige nach London gekommen und seit 1766 als Primadonna engagiert war. Zeitgenössische Berichte rühmten ihre schöne Stimme, wiesen aber auf fehlende Schönheit hin und bemängelten ihre schauspielerischen Fähigkeiten.

In den letzten Lebensjahren häuften sich die Misserfolge: Bachs Oper "Amadis des Gaules", die er 1779 auf Einladung der Pariser "Académie Royale de Musique" komponiert hatte, fiel beim Publikum durch. In London liess das Interesse an den "Bach-Abel-Concerts" nach, im Mai 1781 beteiligte sich Bach zum letzten Mal an einem Konzert. Zudem warb Johann Samuel Schroeter Bach die Klavierschüler ab. Er kam in finanzielle Schwierigkeiten, sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide. Am 14. November 1781 setzte Bach sein Testament auf, er starb am Neujahrstag 1782 im Londoner Vorort Paddington und wurde am 6. Januar auf dem St. Pancras Churchyard in der Grafschaft Middlesex beerdigt. Die englische Königin bezahlte das Begräbnis und gab Bachs Witwe eine lebenslange Rente sowie Geld für die Heimreise nach Mailand.

Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791) schrieb in seiner "Ideen zur Ästhetik einer Tonkunst" über Johann Christian Bach: "Soviel Geschmeidigkeit des Geistes, soviel Akkomodation in den Genius des Säkulums, soviel Unterjochung der tiefen Theorie unter die flüchtige Melodik der Zeit hat wohl noch niemand wie dieser Bach gehabt ... man verglich ihn mit Recht dem Proteus der Fabel ... Mitten unter den Leichtfertigkeiten des Modegeschmacks schimmert immer der Riesengeist seines Vaters durch." Die Erfahrungen, die Bach mit geistlicher Vokalmusik und Opern gesammelt hatte, übertrug er später auf Instrumentalwerke und gelangte so zu einer ganz eigenen, "singenden" Melodik. Eleganz und Ausgewogenheit erschienen ihm wichtiger als die Gefühlsausbrüche des Sturm und Drang (eine Ausnahme bildet hier die Sinfonie g-moll op. 6 Nr. 6).

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Fugato

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2

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 16:24

Aufnahmen

Das Label CPO hat viele Werkgruppen volständig einspielen lassen, die noch als preiswerte Box-Sets erhältlich sind:



Daneben gibt es noch Einzel-CDs mit den Bläserkonzerten und Kammermusik:




Hier noch etwas Kammermusik, die von JPC nicht berücksichtigt wurde:

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aficionado54

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3

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 16:47

Einige CDs sind mittlerweile leider bei CPO gestrichen, so die Einzelausgaben der in den Boxen enthaltenen, und z.B. diese schöne Aufnahme des op. 5 mit Harald Hoeren:



Die CPO-Serie bietet einen sehr guten Überblick über die Instrumentalmusik. Die Konzerte und Sinfonien dürften komplett sein. Bei der Kammermusik fehlen ein paar Opera.
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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4

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 18:40

Vielen Dank für diese schöne Einführung, Andreas. Ich kenne die Musik von Johann Christian Bach bisher gar nicht, habe aber vage die Geschichte von Mozarts Begeisterung für den "Londoner Bach" im Kopf. Dass er zum Katholizismus konvertiert ist - Schwamm drüber. :D

Ich habe mir jetzt einige der verlinkten Hörproben bei JPC angehört und fand vor allem die Klavierkonzerte auf Anhieb sehr ansprechend. Für mich klingt das schon sehr nach "richtiger" Klassik, vom Barock höre ich fast nichts mehr - das ist bei CPE Bach noch anders. Da man die Klavierkonzerte leider nur im Gesamtpaket bekommt, habe ich mir jetzt mal diese bestellt:



Auch hier klingen die Hörproben sehr verlockend.

Gruß, Carola

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Donnerstag, 14. Oktober 2010, 19:10

Sehr hörenswert ist auch die Kammermusik mit Blasinstrument, welche sich auf der nachfolgenden Platte zu Musik Abels gesellt:



Insbesondere möchte ich das Sextett für Hammerflügel, Hoboe, Violine, Violoncello und zwei Hörner erwähnen: hier lockt ein ohrwurmartiger Finalsatz!

Es spielen Il Gardellino auf historischen Instrumenten.

Außerdem hat Gerrit Zitterbart ein paar Noten von JCB eingespielt. Auf seiner Page http://www.gerrit-zitterbart.de/39.htm (ich glaube nicht, daß er gegen die Verlinkung etwas einzuwenden hat*) ist hierzu die CD titels 'Zwischen Wien und London' zu empfehlen, welche u.a. eine jener Sonaten im Original enthält, welche später Mozart zu einem seiner KV 107er verwursten sollte. Darüber ist auch eine vergleichende CD aufgezeigt, welche Bachs opp. 5 Mozarts KV 107 gegenüberstellt. Diese CD kenne ich allerdings nicht. Die Seite ist ansich auch zum Stöbern sehr interessant... :love:

Die Bitterzart-CDs sind teilweise nicht (mehr) via Amazon oder jpc gelistet, können aber meines Wissens direkt bei GZ um 15,-- € bezogen werden.

:wink:

*okay: glauben ist nicht wissen, also: ich weiß nicht, ob... 8|
Nun stehe ich vor der Pforte meines Glückes – verliere es auf ewig, wenn ich diesmal nicht Gebrauch davon machen kann.
W. A. Mozart an Michael Puchberg, Wien Anfang April 1790

Kreisler jr.

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6

Donnerstag, 14. Oktober 2010, 21:42

Ein gut Teil von (konzertanten) Sinfonien und Kammermusik, den ich bisher gehört habe, ist mir tendenziell etwas zu "galant" (um nicht zu sagen seicht). Aber es gibt einige erstaunliche Werke, die diesem Eindruck nicht entsprechen, z.B. das früher Wilhelm Friedemann zugeschriebene f-moll-Cembalokonzert oder die Sinfonie g-moll op.6,6, ein veritables Sturm&Drang-Stück.

Die CDs in meinem Besitz scheinen allerdings nicht mehr so leicht erhältlich zu sein oder überproportional teuer:



JK jr.

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7

Montag, 18. Oktober 2010, 20:59

Mit einer gewissen Nostalgie hänge ich an dieser CD der Engländerin Virginia Black, mit der ich seinerzeit Johann Christian Bachs Cembalosonaten erstmals kennenlernte - sie spielt unprätentiös und lebendig und sucht einige der schönsten heraus - wer nur eine Auswahl will, ist hier sehr gut bedient:


:jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Niemand spielt meine Lieblingssonate Op.5 # 6 schöner als Mrs. Black ...
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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Sonntag, 16. Januar 2011, 09:45

Noch eine CD-Rezension bei klassik.com



Gruß, Carola

Fugato

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9

Sonntag, 16. Januar 2011, 12:28

Noch eine CD-Rezension bei klassik.com


Wird da auf historischen Instrumenten musiziert? In der Rezension findet sich leider kein Wort dazu, und das Ensemble ist mir nicht bekannt...

Wer - wie der Rezensent - die Stücke auf die Dauer ermüdend findet, sollte vielleicht nicht die ganze CD auf einmal hören - Konfekt isst man ja auch nicht, bis die Schachtel leer ist :D Die Musik ist von Bach sicher nicht dafür konzipiert worden, dass alles hintereinander gehört wird.

Viele Grüße,
Andreas

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10

Sonntag, 16. Januar 2011, 13:59

Wird da auf historischen Instrumenten musiziert?

Eric Hoeprich ist zumindest einer der renommiertesten HIP-Klarinettisten.
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

Fugato

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11

Sonntag, 16. Januar 2011, 15:15

Eric Hoeprich ist zumindest einer der renommiertesten HIP-Klarinettisten.
Danke für den Hinweis - dann wird der Rest der "Nachtmusique" wohl auch auf historischen Instrumenten spielen. Bei den Soundschnipseln konnte ich das nicht zweifelsfrei erkennen, die Klarinetten klangen allerdings etwas "obertöniger" als gewohnt.

Viele Grüße,
Andreas

Archaeopteryx

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12

Samstag, 29. Januar 2011, 10:15

Eine CD mit Orchesterwerken des Mailänder Bachs sollte nicht unerwähnt bleiben:


Akademie für Alte Musik Berlin, Konzertmeister Stephan Mai
Solisten Christoph Huntgeburth (Traversa) und Raphael Alpermann (Cembalo)

Sinfonie Es-Dur Op. 6 Nr. 2
Sinfonie g-Moll Op. 6 Nr. 6
Cembalokonzert B-Dur Op. 13 Nr. 4
sowie als Zugabe das Flötenkonzert Wq 22 von Philipp Emanuel.

Die beiden Sinfonien strotzen nur so von musikalischen Einfällen; der Mittelsatz der Es-Dur-Sinfonie ist ein Notturno, was von den Streichern komplett pizzicato gespielt wird; und der erste Satz der g-Moll-Sinfonie lässt schon an Don Giovanni denken... Die Akademie spielt furios, energiegeladen und hochvirtuos; hier wird nichts beschönigt, alle rauhen Ecken und Kanten bleiben nicht nur, sondern werden auch genüsslich ausgeschlachtet. Geradezu haarsträubend dramatisch sind die Hörner in der g-Moll-Sinfonie.... :jubel:
Das Cembalokonzert, kongenial delikat und virtuos von Raphael Alpermann gespielt, benutzt als letzten, Variationssatz ein schottisches Volkslied ("The yellow haired laddie"); hier spielen die Musiker mit großem Witz und praktizieren eindeutig schottische Spielweisen... :D

Derzeit ist diese sehr empfehlenswerte CD wohl schwer zu bekommen; wie ich HMF aber kenne, wird es bald eine Wiederveröffentlichung geben; bei Musique d'abord oder Gold oder sonstwo. Man kann aber auch mal hier schauen: http://www.akamusfreunde.de/html/cds.html
»When the facts change, I change my mind. What do you do, sir?«
John Maynard Keynes

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Sonntag, 19. Juni 2011, 23:05

Eine Neaufnahme des Op. 5 mit Susan Alexander-Max auf einem Clavichord ist erschienen:

In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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Montag, 25. Juli 2011, 14:51

RE: Johann Christian Bach (1735-1782) - der "Londoner" Bach



1772 führte Johann Christian auf Einladung des Kurfürsten seine Oper "Temistocle" am Hoftheater in Mannheim auf.


Den Kontakt zwischen Johann Christian Bach und dem Kurfürsten Karl-Theodor von der Pfalz dürfte wohl der Flötenvirtuose und Flötenlehrer des Kurfürsten, Johann Baptist Wendling, hergestellt haben, er befand sich zusammen mit seiner Frau, der gefeierten Sopranistin Dorothea Wendling, von April 1771 bis Mai 1772 in London und logierte bei J.C. Bach am King’s Square Court. Das Ehepaar Wendling bedankte sich dafür, indem es Bach für die Dauer seines Mannheimer Aufenthaltes ebenfalls Unterkunft gewährte. Bach verliebte sich dort in die bildhübsche 16-jährige Tochter des Hauses, Augusta Wendling, gen. Gustl – er wollte sie sogar "heyrathen , der Churfürst hat ihm aber das Gericht versalzen", so ein Tagebucheintrag des späteren preußischen Ministers und Staatskanzlers Karl August Fürst von Hardenberg. Nicht auszudenken, wenn ein Bachsohn in der Kurpfalz am Wittelsbacher Hof heimich geworden wäre. Bachs berufliches Engagement am Kurpfälzer Hof war jedenfalls erfolgreicher. Seine Oper Temistocle erklang am 5. November 1772 unter Anteilnahme höchsten Adels, darunter die Markgrafen von Baden, Erbprinz und Erbprinzessin von Hessen-Kassel, Prinz und Prinzessin von Nassau-Weilburg, die Gräfin Neipperg, die drei Prinzen von Radziwill und zahlreiche weitere Damen und Herren von Stande. In der kurpfälzer Sommerresidenz Schwetzingen war Bach mit seiner Oper Endimione ebenfalls sehr erfolgreich. Auch die Tatsache, dass Bach für 1774 mit noch einer weiteren Komposition, seiner Oper Lucio Silla, betraut wurde, unterstreicht sein sehr erfolgreiches Gastspiel am kurpfälzer Hof im Jahr 1772.


Gruß :wink:

aus der Kurpfalz

Bernhard

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15

Montag, 25. Juli 2011, 15:27

Ich kann mir vorstellen, dass ein Solist wie Wendling Johann Christian Bach dazu inspiriert hat, so häufig für Flöte zu komponieren. Die Flöte passte zwar hervorragend zum empfindsamen Stil, aber es brauchte immer gute Flötisten wie Wendling in Mannheim, oder Buffardin und Quantz in Dresden bzw. später in Berlin, um die Komponisten zu überzeugen - zumindest ist immer dann eine Gruppe von entsprechenden Stücken im Werkbestand zu finden. Beispiele finden sich auf den nachfolgenden CDs mit Kammermusik sowie auf den im zweiten Post erwähnten CDs mit Bläserkonzerten (darunter zwei für Flöte):




Eine Komposition von Wendling findet sich hierauf - das illustriert den kreativen Flötenkontext sehr anschaulich:

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Sonntag, 19. Februar 2012, 19:18

Hier noch zur Ergänzung die letzten noch nicht erwähnten, derzeit erhältlichen HIP-Aufnahmen von Johann Christian Bachs Cembalosonaten. Die meisten wählen je einen Teil aus beiden gedruckten Sammlungen, was ich persönlich schade finde, da alle Stücke gut gelungen sind.

Cembalosonaten op. 5 Nr. 1, 3,4
op. 17 Nr. 2, 4,5
Olga Martynova
, Cembalo
Caro Mitis, 2004




Cembalosonaten op. 5 Nr. 2, 3,5
op. 17 Nr. 2 & 6
Nicolau de Figueiredo
, Cembalo
Passacaille, 2008



Susan Alexander-Max wählt ein Clavichord für das komplette Opus 5 - das Ergebnis ist eine äußerst variable und sensible Darstellung!

Cembalosonaten op. 5 Nr. 1-6
Susan Alexander-Max
, Clavichord
Naxos, 2008

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Sonntag, 19. Februar 2012, 19:22

Bleibt noch die Aufnahme der Sonaten mit obligater Violine op. 10, die CPO nicht berücksichtigt hat, hier mit Tangentenflügel, was historisch nicht belegbar, aber musikalisch sehr überzeugend ist:

Sonaten op. 10 Nr. 1-6
6 Sonaten für Cembalo oder Klavier mit Begleitung einer Violine
Miklós Spanyi, Erika Petöfi
Hungaroton, 2000

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18

Freitag, 3. August 2012, 22:16

Katalog der Instrumentalwerke Johann Christian Bachs

Hier der Katalog der Instrumentalwerke Johann Christian Bachs, wie ihn Ernest Warburton erarbeitet und 1999 in Band 48 der Werkausgabe publiziert hat - Werke in farbiger Schrift wurden meines Wissens in HIP eingespielt:

Work List

Keyboard Works
W A1 Keyboard Sonata Op. 5 No.1 in B flat major
W A2 Keyboard Sonata Op. 5 No.2 in D major
W A3 Keyboard Sonata Op. 5 No.3 in G major
W A4 Keyboard Sonata Op. 5 No.4 in E flat major
W A5 Keyboard Sonata Op. 5 No.5 in E major
W A6 Keyboard Sonata Op. 5 No.6 in C major
W A7 Keyboard Sonata Op. 17 No.1 in G major
W A8a Keyboard Sonata Op. 17 No.2 in C minor
W A8b Keyboard Sonata in C minor
W A9a Keyboard Sonata Op. 17 No.3 in E flat major
W A9b Keyboard Sonata in E flat major
W A10a Keyboard Sonata Op. 17 No.4 in G major
W A10b Keyboard Sonata in G major "A New Lesson"
W A11 Keyboard Sonata Op. 17 No.5 in A major
W A12 Keyboard Sonata Op. 17 No.6 in B flat major

W A13 Keyboard Sonata in A minor
W A14 Keyboard Sonata in A flat major
W A15 Toccata for keyboard in B flat major
W A16 Keyboard Sonata in B flat major
W A17 Keyboard Sonata (lost)
W A18 Sonata for keyboard 4-hands Op. 15 No.6 in C major
W A19 Sonata for keyboard 4-hands Op. 18 No.5 in A major
W A20 Sonata for keyboard 4-hands Op. 18 No.6 in F major
W A21 Sonata for 2 keyboards Op. 15 No.5 in G major
W A22 March for keyboard in F major
W A23 Polonaise for keyboard in B flat major
W A24 Minuet for keyboard in C minor
W A25 Minuet for keyboard in C major
W A26 Polonaise for keyboard in E flat major
W A27 Aria for keyboard in A minor
W A28 Minuet for keyboard in D minor
W A29 Minuet and trio for keyboard in G minor
W A30 Minuet and trio for keyboard in C major
W A31 Minuet for keyboard in C major

Chamber Music
W B1 Piece for harp (lost)
W B2 Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.1 in B flat major
W B3 Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.2 in C major
W B4 Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.3 in G major
W B5 Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.4 in A major
W B6a Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.5 in F major

W B6b Sonata for viola da gamba in F major
W B7 Sonata for keyboard & violin Op. 10 No.6 in D major
W B8 Sonata for keyboard & violin Op. 15 No.3 in D major
W B9 Sonata for keyboard & violin Op. 15 No.4 in B flat major
W B10 Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.1 in D major
W B11 Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.2 in G major
W B12 Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.3 in C major
W B13 Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.4 in A major
W B14 Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.5 in D major
W B15a Sonata for keyboard & violin Op. 16 No.6 in F major

W B15b Sonata for viola da gamba in F major
W B16 Sonata for keyboard & violin Op. 18 No.1 in C major
W B17 Sonata for keyboard & violin Op. 18 No.2 in D major
W B18 Sonata for keyboard & violin Op. 18 No.3 in E flat major
W B19 Sonata for keyboard & violin Op. 18 No.4 in G major
W B20 Sonata for keyboard & violin No.1 in F major
W B21 Sonata for keyboard & violin No.2 in D major
W B22 Sonata for keyboard & violin No.3 in G major
W B23 Sonata for keyboard & violin No.4 in A major
W B24 Sonata for keyboard & violin No.5 in G major
W B25 Sonata for keyboard & violin No.6 in D major
W B26 Sonata for keyboard & violin No.7 in F major
W B27 Sonata for keyboard & violin in A major
W B28 Trio Sonata (lost)
W B29 Trio Sonata (lost)
W B30 Trio Sonata Op. 2 No.5 in D major
W B31 Trio Sonata Op. 2 No.2 in A major
W B32 Trio Sonata Op. 2 No.6 in C major
W B33 Trio Sonata Op. 2 No.4 in G major
W B34 Trio Sonata Op. 2 No.3 in E flat major
W B35 Trio Sonata Op. 2 No.1 in B flat major
W B36 Trio Sonata Op. 8 No.3 in D major
W B37 Trio Sonata Op. 8 No.1 in G major
W B38 Trio Sonata Op. 8 No.2 in E flat major
W B39 Trio Sonata Op. 8 No.5 in B flat major
W B40 Trio Sonata Op. 8 No.6 in F major
W B41 Trio Sonata Op. 8 No.4 in E major
W B42 Trio for 2 violins & cello in B flat major
W B43 Keyboard Trio Op. 2 No.1 in F major
W B44 Keyboard Trio Op. 2 No.2 in G major
W B45 Keyboard Trio Op. 2 No.3 in D major
W B46 Keyboard Trio Op. 2 No.4 in C major

W B47a Keyboard Trio in A major (Milanese version)
W B47b Keyboard Trio Op. 2 No.5 in A major
W B48 Keyboard Trio Op. 2 No.6 in E flat major

W B49 Keyboard Trio Op. 15 No.1 in C major
W B50 Keyboard Trio Op. 15 No.2 in A major

W B51 Quartet Op. 8 No.1 in C major
W B52 Quartet Op. 8 No.2 in D major
W B53 Quartet Op. 8 No.3 in E flat major
W B54 Quartet Op. 8 No.4 in F major
W B55 Quartet Op. 8 No.5 in G major
W B56 Quartet Op. 8 No.6 in B flat major
W B57 Flute Quartet in D major
W B58 Flute Quartet in C major
W B59 Flute Quartet in A major
W B60 Quartet in B flat major
W B61 Quartet with 2 flutes Op. 19 No.1 in C major
W B62 Quartet with 2 flutes Op. 19 No.2 in D major
W B63 Quartet with 2 flutes Op. 19 No.3 in G major
W B64 Quartet with 2 flutes Op. 19 No.4 in C major

W B65 Quartet with 2 oboes (lost)
W B66 Keyboard Quartet in G major
W B67 Keyboard Quartet (lost)
W B68 Keyboard Quartet (lost)
W B69 Keyboard Quartet (lost)
W B70 Quintet Op. 11 No.1 in C major
W B71 Quintet Op. 11 No.2 in G major
W B72 Quintet Op. 11 No.3 in F major
W B73 Quintet Op. 11 No.4 in E flat major
W B74 Quintet Op. 11 No.5 in A major
W B75 Quintet Op. 11 No.6 in D major

W B76 Keyboard Quintet Op. 22 No.1 in D major
W B77 Keyboard Quintet Op. 22 No.2 in F major

W B78 Sextet for winds, strings & keyboard in C major
W B79 Military Quintet No.1 in E flat major
W B80 Military Quintet No.2 in E flat major
W B81 Military Quintet No.3 in B flat major
W B82 Military Quintet No.4 in E flat major
W B83 March of the regiment "Prinz von Ernst" in E flat major
W B84 March of the regiment "Brauschweig" in E flat major
W B85 March of the regiment "Württemberg" in E flat major
W B86 March in E flat major "zu Pferde"
W B87 March in E flat major "zu Fuß"
W B88 March "vom ersten Bataillon Garde-Regiments in Hannover"
W B89 March "vom zweiten Bataillon Garde-Regiments in Hannover"
W B90 March in E flat major
W B91 March in E flat major
W B92 March in E flat major
W B93 March in B flat major
W BInc1 Sonata for guitar & violin in C major
W BInc2 Trio for 2 flutes & cello in G major
W BInc3 Trio for harp, violin & cello in B flat major
W BInc4 Keyboard Quartet in A major
W BInc5 String Quintet in B flat major
W BInc6 Divertimento (lost)
W BInc7 Symphony for winds No.1 in E flat major
W BInc8 Symphony for winds No.2 in B flat major
W BInc9 Symphony for winds No.3 in E flat major
W BInc10 Symphony for winds No.4 in B flat major
W BInc11 Symphony for winds No.5 in E flat major
W BInc12 Symphony for winds No.6 in B flat major

In dieser Liste fehlen die weiter unten erwähnten kürzlich entdeckten vier Gambensonaten.

Orchestral Works
W C1 Symphony Op. 3 No.1 in D major
W C2 Symphony Op. 3 No.2 in C major
W C3 Symphony Op. 3 No.3 in E flat major
W C4 Symphony Op. 3 No.4 in B flat major
W C5 Symphony Op. 3 No.5 in F major
W C6 Symphony Op. 3 No.6 in G major
W C7a Symphony Op. 6 No.1 in G major
W C7b Symphony in G major
W C8 Symphony Op. 6 No.2 in D major
W C9 Symphony Op. 6 No.3 in E flat major
W C10 Symphony Op. 6 No.4 in B flat major
W C11 Symphony Op. 6 No.5 in E flat major
W C12 Symphony Op. 6 No.6 in G minor
W C13 Symphony Op. 8 No.2 in G major
W C14 Symphony Op. 8 No.3 in D major
W C15 Symphony Op. 8 No.4 in F major
W C16a Symphony in C major (Venier No.46)
W C16b Symphony in C major
W C17a Symphony in B flat major
W C17b Symphony Op. 9 No.1 in B flat major
W C18a Symphony in E flat major
W C18b Symphony Op. 9 No.2 in E flat major
W C19 Symphonie périodique in E flat major

W C20 Symphony Op. 12 No.1 (lost)
W C21 Symphony Op. 12 No.2 (lost)
W C22 Symphony Op. 12 No.3 (lost)
W C23 Symphony Op. 12 No.4 (lost)
W C24 Symphony Op. 12 No.5 (lost)
W C25 Symphony Op. 12 No.6 (lost)
W C26 Symphony Op. 18 No.1 in E flat major
W C27 Symphony Op. 18 No.4 in D major
W C28 Symphony Op. 18 No.5 in E major

W C29 Symphony a 6 (lost)
W C30 Overture a 6 (lost)
W C31 Symphony for double orchestra (lost)
W C32 Concertante for 2 violins & cello in G major
W C33 Concertante for 2 violins & oboe in E flat major
W C34 Concertante for violin & cello in A major
W C35 Concertante for 2 violins in D major
W C36a Concertante for 2 violins & cello in C major
W C36b Concertante for 2 violins & cello in C major
W C37 Concertante for flute, oboe & bassoon in E flat major
W C38 Concertante for oboe & bassoon in F major
W C39 Concertante for 2 flutes, 2 violins & cello in D major
W C40 Concertante for 2 oboes, 2 horns & string quintet in E flat major
W C41 Concertante for flute, 2 clarinets, 2 horns & bassoon in E flat major
W C42 Concertante for 2 violins & cello in E flat major
W C43 Concertante for flute, oboe, violin & cello in C major
W C44 Concertante for flute, 2 violins & cello in E major

W C45 Concertante for oboe & string trio in G major (lost)
W C46 Concertante for violin & cello in B flat major
W C47 Concertante for oboe, violin & 2 cellos (lost)
W C48 Concertante for piano, oboe, violin & cello in B flat major
W C49 Keyboard Concerto Op. 1 No.1 in B flat major
W C50 Keyboard Concerto Op. 1 No.2 in A major
W C51 Keyboard Concerto Op. 1 No.3 in F major
W C52 Keyboard Concerto Op. 1 No.4 in G major
W C53 Keyboard Concerto Op. 1 No.5 in C major
W C54 Keyboard Concerto Op. 1 No.6 in D major
W C55 Keyboard Concerto Op. 7 No.1 in C major
W C56 Keyboard Concerto Op. 7 No.2 in F major
W C57 Keyboard Concerto Op. 7 No.3 in D major
W C58 Keyboard Concerto Op. 7 No.4 in B flat major
W C59 Keyboard Concerto Op. 7 No.5 in E flat major
W C60a Keyboard Concerto Op. 7 No.6 in G major
W C60b Keyboard Concerto in G major
W C61 Keyboard Concerto Op. 14 in E flat major
W C62 Keyboard Concerto Op. 13 No.1 in C major
W C63 Keyboard Concerto Op. 13 No.2 in D major
W C64 Keyboard Concerto Op. 13 No.3 in F major
W C65 Keyboard Concerto Op. 13 No.4 in B flat major
W C66 Keyboard Concerto Op. 13 No.5 in G major
W C67 Keyboard Concerto Op. 13 No.6 in E flat major
W C68 Harpsichord Concerto No.1 in B flat major
W C69 Harpsichord Concerto No.2 in F minor
W C70 Harpsichord Concerto No.3 in D minor
W C71 Harpsichord Concerto No.4 in E major
W C72 Harpsichord Concerto No.5 in G major
W C73 Harpsichord Concerto No.6 in F minor

W C74 Concerto "nach Tartinis Manier" (lost)
W C75 Piano Concerto in E flat major
W C76 Violin Concerto in C major
W C77 Cello Concerto (lost) (Edit- found, and played frequently)
W C78 Flute Concerto in G major
W C79 Flute Concerto in D major
W C80 Oboe Concerto No.1 in F major
W C81 Oboe Concerto No.2 in F major
W C82 Bassoon Concerto in E flat major
W C83 Bassoon Concerto in B flat major

W C84 Minuet for Her Majesty's Birthday in F major
W C85 Minuet for Her Majesty's Birthday in C major
W CInc1 Symphony in B flat major
W CInc2 Symphony in D major
W CInc3 Symphony in E flat major
W CInc4 Symphony in F major
W CInc5 Concertante for flute, 2 violins & cello in G major
W CInc6 Harpsichord Concerto in E major
W CInc7 Violin Concerto (lost)
W CInc8 Flute Concerto in D major (lost)
W CInc9 A Favorite Minuet in E flat major

Miscellaneous Works
W I1 Polonaise for keyboard in D minor
W I2 Fughettas for organ (lost)
W I3 Cadenzas for the concerto Op. 7 No.5 in E flat major

Arrangements of other composers' works
W LA1 Concerto for harpsichord solo No.1 in C major
W LA2 Concerto for harpsichord solo No.2 in E flat major
W LA3 Concerto for harpsichord solo No.3 in C major
W LAInc1 Overture in D major

Arrangements of J.C. Bach's works by other composers
W XC 1 Symphony Op. 18 No.6 in D major

Attributed and spurious works
W YA28 Sonata for keyboard 4-hands in D major
W YA29 Sonata for keyboard 4-hands in G major
W YA30 Sonata for keyboard 4-hands in C major
W YA50 Fugue on BACH for organ in F major
W YB22 Violin Sonata Op. 20 No.2 in D major
W YB43 Trio for flute or violin, violin & continuo in B flat major
W YB47 Trio for flute, flute or violin & cello in C major
W YC90 Keyboard Concerto in E flat major
W YC91 Keyboard Concerto in A major
W YLA3 Keyboard Sonata in D major

References - Further reading
Ernest Warburton, "Johann Christian Bach," in Christoph Wolff et al., The New Grove Bach Family. NY: Norton, 1983 (ISBN 0-393-30088-9), pp. 315ff.
Philipp Spitta, Johann Sebastian Bach, trans. Clara Bell & J. A. Fuller-Maitland, NY: Dover, 1951 (reprint of 1889 ed.).
Christoph Wolff, ed., The New Bach Reader, NY: Norton, 1998.
Heinz Gärtner, John Christian Bach: Mozart's Friend and Mentor , trans. Reinhard Pauly. Portland, Ore.: Amadeus Press, 1994.
Charles Sanford Terry, John Christian Bach . London: Oxford University Press, 1967.
Percy M. Young, The Bachs: 1500-1850 , London: J.M. Dent & Sons, Ltd., 1970.
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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19

Samstag, 4. August 2012, 14:52

Kurioserweise noch gar nicht erwähnt wurde an dieser Stelle die famose Einspielung der Klaviertrios mit dem Trio 1790:

Johann Christian Bach (1735–1782)
Klaviertrios op.2 & op.15
Trio 1790 (auf Originalinstrumenten)
CPO, 1993

In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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20

Donnerstag, 8. November 2012, 21:00

Eine Einspielung der erst vor kurzem entdeckten vier Sonaten für Gambe und Clavier (die Geschichte dazu steht in Concerto 246):

Johann Christian Bach (1735–1782)
Sonaten für Viola da gamba
Sonate G-Dur für Cembalo & Viola da gamba
2 Sonaten F-Dur für Pianoforte & Viola da gamba
Sonate B-Dur für Cembalo & für Viola da gamba obligato

Abel: Sonaten für Viola da gamba & Bc e-moll & G-Dur

Thomas Fritzsch (Viola da gamba), Shalev Ad-El (Pianoforte & Cembalo)
Coviello, 2011

In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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Donnerstag, 8. November 2012, 21:02

Wen es interessiert - die Notenausgabe dazu gibt es bei der Edition Güntersberg.

In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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Sonntag, 16. Februar 2014, 18:12

Reinhard Goebel hat beim Konzert gestern bemerkt, dass die Deutschen offensichtlich so ihre Probleme mit dem "Abtrünnigen" unter den Bach-Söhnen haben ... dabei könnten sie doch stolz sein, einen so famosen Begründer der klassischen Stilistik zu haben. Irgendwie ist es schon auffällig, dass kaum Neueinspielungen erscheinen und seine Musik auch nicht in den Konzertprogrammen auftaucht. Da scheinen die Franzosen unbefangener zu sein, wie auch diese wunderbar gespielte Neuaufnahme zeigt:

Johann Christian Bach (1735-1782)
A Music Party
Quintette op. 11 Nr. 1, 3,6
Quintette op. 22 Nr. 1 & 2
Sextett in C-Dur
Ensemble Amaryllis
agOgique, 2010

In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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23

Mittwoch, 4. Juni 2014, 19:55

Hier noch nicht erwähnt:

Johann Christian Bach (1735-1782)
Frühe Sonaten für Violine & Klavier
2 CDs i
Sonaten B 20-27
Sonate B 47a für Cello & Klavier
Miklós Spányi (Tangentenflügel), Erika Petöfi (Violine), Csilla Vályi (Cello)
Hungaroton, 2002



Dies sind alles frühe Sonaten, die nicht gedruckt wurden und den Charakter von Clavier-Sonaten mit begleitenden Streichern haben.
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)

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24

Mittwoch, 4. Juni 2014, 19:59

Auch diese beiden Aufnahmen der Sonaten Op.16 fehlten noch:

Johann Christian Bach (1735-1782)
Sonaten op.16 Nr.1-6 für Klavier & Flöte
Klaviersonate op. 12 Nr. 2
Byron Schenkman (Hammerklavier), Courtney Westcott (Flöte)
Loft, 2001




Johann Christian Bach (1735-1782)
Sonaten op.16 Nr.1-6 für Klavier & Flöte
Miklós Spányi (Tangentenflügel), Benedek Csalog (Flöte)
Hungaroton, 1999

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25

Sonntag, 3. August 2014, 20:57

Johann Christian Bach:
Konzerte für Orgel

Konzert Es-Dur Op. 7 Nr. 5
Konzert F-Dur Op. 7 Nr. 2
Konzert D-Dur KV 107,1 v. W.A. Mozart n.d. Sonate Op. 5 Nr. 2
Konzert G-Dur Op. 7 Nr. 6
Martin Gester, Westenfelder-Orgel (1991) der Kirche Sainte-Macre in Fère-en-Tardenois
Le Parlement de Musique: Judith Freise, Alain Petit (Violine); Reto Cuonz (Violoncello); Arno Jochem (Kontrabass); Guy Ferber, Roland Callmar (Horn)
Accord, Aufn. 6/1994, VÖ 1995?



Martin Gester stellt in seinem sehr lesenswerten Begleittext einige sehr kluge Überlegungen an zur Bedeutung der Tasteninstrumente zwischen 1750 und 1790 im Allgemeinen und im Leben des Johann Christian Bach im Besonderen. Da auch der "Londoner Bach" bei den Aufführungen seiner Oratorien Orgel spielte, ist es durchaus denk-, wenn auch nicht belegbar, dass er wie Händel eines seiner Cembalokonzerte als Zwischenmusik aufführte. Zumindest klingt das hier sehr stimmig und überzeugend und wird so eine willkommene Bereicherung des nicht gerade überbordenenden Repertoire für Orgel und Orchester aus jener Zeit. Die nach deutschen Vorbilden neu gebaute Orgel ist sehr gut dafür geeignet, das Ensemble spielt sehr gut zusammen. Auch das nach einer Cembalosonate Johann Christian Bachs unter grösstem Respekt für die Vorlage, die er nicht verändert, sondern nur mit obligaten Streicherstimmen versehen hat, erstellte Konzert des jungen Mozart klingt mit Orgel völlig überzeugend.
In der Entfernung erfährt man nur von den ersten Künstlern, und oft begnügt man sich mit ihren Namen; wenn man aber diesem Sternenhimmel näher kommt und die von der zweiten und dritten Größe nun auch zu schimmern anfangen und jeder auch zum Sternbild gehörend hervortritt, dann wird die Welt und die Kunst reich. (Goethe)