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Fugato
unregistriert
Tschabrendeki
unregistriert
Das ist mir auch schon aufgefallen: ein Gegenbeispiel:sondern gelegentlich auch bei österreichischen oder deutschen Komponisten benutzt (wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, dass Latein mit italienischer Aussprache sozusagen die Amtssprache des Vatikan sei - auch Benedikt XVI. benutzt sie, obwohl er Deutscher ist).
Boykotteur
Ist es überhaupt möglich, die historisch korrekte Aussprache herauszufinden?
Bei der italienischen Aussprache gibt es andere Eigenheiten, aus "ascendit in coelum" wird "aschkendit in tschoelum" und aus "propter magnam gloriam" wird "propter maniam gloriam". Diese Variante wird nicht nur bei italienischen, sondern gelegentlich auch bei österreichischen oder deutschen Komponisten benutzt (wahrscheinlich mit dem Hintergedanken, dass Latein mit italienischer Aussprache sozusagen die Amtssprache des Vatikan sei - auch Benedikt XVI. benutzt sie, obwohl er Deutscher ist).
Baroquemusicfan
. Tschabrendeki
unregistriert
Ich denke aber, dass die gleichen Interpreten beispielsweise in Bachwerken das uns gewohnte "U" einsetzen, also echte HIP und keine Nationlitätenfrage der Ausführenden, auch wenn gelegentlich bei den Francophonen beim "I CH" häufig ein schwaches "s" mitschwingt .
Braucht eine Auszeit.
Registrierungsdatum: 13. Juni 2010
...oder auf sächsisch... Güüriä äiläisonn.
Obwohl das auch interessant wäre: die Bachschen Werke in thüringischem Dialekt aufzuführen...

Zitat
Prinzpiell sollte man sich meiner Meinung nach aber nach dem Entstehungsort des Werkes richten resp. an den Ort der ersten öffentlichen Aufführung
Fugato
unregistriert
Das ist Griechisch und deshalb off topicDas Kyrie ist auch so ein Problem. Kürie oder Kirie?
(Irgendwie funktioniert das mit ineinander verschachtelten Zitaten nicht so richtigMeiner Meinung nach ist es sinnvoll, entweder so
Zitat
Prinzpiell sollte man sich meiner Meinung nach aber nach dem Entstehungsort des Werkes richten resp. an den Ort der ersten öffentlichen Aufführung
zu verfahren oder den italienischen Latein-Slang zu verwenden, da "katholische Musik" ja auch letztlich den Ohren des Papstes gefällig sein sollte...![]()
)
Baroquemusicfan
(mea culpa und nix mea cülpa) und anderen in Latein gesprochenen Gebete nie mit ü oder é gehört, sondern in der klassischen Form. Tschabrendeki
unregistriert
Französische Chöre sprechen (singen) in Werken die aus der Zeit vor Louis XIV stammen das uns gewohnte Latein.
Erst ab etwa 1650 wurde die französisierung der Aussprache wie schon oben erwähnt verordnet.
Baroquemusicfan
Ja, du hast Recht. Ich habe die Aussage aus dem Mund von Interpreten und dem erwähnten Programmheft. In den nächsten 4 Wochen werde ich mit kompetenten Musikern das Gespräch suchen und erhoffe präzise Aufklärung.Man trifft aber öfters an Renaissance-Werke, die in der französischen Aussprache aufgeführt werden - sogar von der Messe von Machaut gibt es Aufnahmen so.
Neumitglied
Registrierungsdatum: 6. Juni 2010
)Tschabrendeki
unregistriert
Auch beim Kyrie eleison dürfte sich die Aussprache im Laufe der Zeit und abhängig von lokalen Gegebenheiten geändert haben.
Zitat
Aber Telemann scheint wohl durchaus kein Vollblut-Lullist gewesen zu sein und lehnte bestimmte Formen wohl doch ab.
Allerdings ist interessant, dass er auch etwas in seinen Briefen bestätigt, was Heute so gerne bezweifelt wird:
die französische Aussprache des Lateins bei der frz. Kirchenmusik.
So schrieb er in einem seiner Briefe über eine Grand Motet die er für das Pariser Concert Spirituel komponiert hatte.
Er beschreibt sie als "Deüs Jüdiciüm tüum regi da"
Ich würde sagen, damit sollte eigentlich jeder Zweifel an dieser Praktik ausgeräumt sein, sie ist historisch richtig.
Bei der historisch korrekten Interpretation lateinischer Vokalmusik ist allerdings wohl eher die Aussprache des sog. "Kirchenlateins" maßgeblich, das sich wohl regional dem jeweiligen "Latein-Slang" angepaßt hat (auch hierzu siehe Wikipedia).
Tschabrendeki
unregistriert
sie singen auch "Sanctis" und "Agnis Dei". Das ist in meinen Ohren kein französisches "Ü", sondern ein "I". Weiß jemand, was es damit auf sich hat?
sie singen auch "Sanctis" und "Agnis Dei". Das ist in meinen Ohren kein französisches "Ü", sondern ein "I". Weiß jemand, was es damit auf sich hat?
Ha! Witzig, tatsächlich! Kann's nicht sein, dass die waschechten Engländer einfach nur Schwierigkeiten mit dem "ü" haben?
Boykotteur